Ditmars Hobbyseite
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Zuletzt aktualisiert: 24.3.2008


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- Literatur:

Hier nenne ich Euch zuerst meine Lieblingsschriftsteller, die Genres, deren Bücher ich am liebsten lese, und die Bücher, die mich zuletzt am meisten beeindruckt haben - getreu dem Motto "lesen oder sterben".


Diese Genres bevorzuge ich: Krimis, Science Fiction, Gegenwarts- und Gesellschaftskritik, Humor.

Das sind meine Lieblingsautoren: Erwin Strittmatter, Arkadi und Boris Strugazki, Stanislaw Lem, Jules Verne, Wolfgang Schreyer, Jack London, um mal einige zu nennen.

Was hat mich zuletzt am meisten beeindruckt ?

- Manfred Krug: Abgehauen


- Musik:

Mein Musikgeschmack begann sich zu regen, als ich in Berlin die "Schlager der Woche" vom RIAS mit Fred Ignor entdeckt hatte. Das war die Zeit, als der Rock´n´Roll gerade von den Beatles abgelöst wurde, die fortan für mich das Nonplusultra waren und bis heute sind. Ich stehe also vor allem auf Beat und gute Rockmusik, bin aber genauso Country- und Rock´n´Roll-Fan und verachte auch beispielsweise echte böhmische Blasmusik oder die Werke der Strauß-Dynastie nicht. Richtige Musikliebhaber sind ohnehin recht tolerant und so habe ich z.B. in den 70er und 80er Jahren für zwei kleinere Magdeburger Zeitungen regelmäßig Rezensionen über Rockkonzerte, bunte Veranstaltungen, die Sonntagsmusiken im Kloster oder Jazzmatineen geschrieben und dabei auch einige Künstler persönlich kennengelernt. Wenn die Zeitungslandschaft nach der Wende nicht so verarmt wäre, würde ich das sicher heute noch tun, aber so hat sich meine publizistische Tätigkeit jetzt leider auf personen-nahverkehrs-spezifische Themen reduziert (abgesehen davon, daß ich jetzt beim Fernsehen arbeite und mir dort meine diesbezüglichen Erfahrungen zugute kommen, d.h. ich kann die Kommentare zu meinen Filmen/Berichten selber schreiben.).

Für alle, die es genau wissen wollen, hier noch meine Lieblingsinterpreten:

1. (logisch!) The Beatles

Die für mich drei besten Beatles-Titel aller Zeiten sind
a)"Anna" (Komp. Arthur Alexander, gesungen von John, von der ersten LP "Please, Please Me", rec. 11.2.1963),
b) "From Me To You" (Komp. John und Paul, von beiden auch gesungen, 3. Single, rec. 4.3.1963, auch auf der ersten EP "The Beatles Hits" und auf dem Sampler "A Collection of Oldies...But Goldies"),
c)"Octopus´s Garden" (Komp. Ringo mit Hilfe von George, gesungen von Ringo, rec. 17.7.1969, von der 12. LP "Abbey Road").

Daß ich alle offiziellen Beatles-Titel nebst einigen Raritäten zu Hause im Archiv habe (auf Tonband, Platte oder CD), überrascht sicher nicht. Wer Fragen hat oder was Bestimmtes von den Beatles sucht - immer ran!
Eher überrascht es vielleicht einige, daß ich auch Fan der "Steine" bin, aber so schlecht wie oft behauptet haben sich beide Bands ja gar nicht verstanden. Also hier meine weiteren Favoriten (alphabetisch geordnet):

Abba, Johnny Cash, C.C.R., Fats Domino, Hollies, Udo Jürgens, Kinks, Udo Lindenberg, Elvis Presley, Puhdys, Cliff Richard, Rolling Stones, Smokie, Status Quo, um mal die wichtigsten zu nennen.

Und hier die besten * CDs, LPs oder MCs, die ich mir zuletzt zugelegt habe:
Didi and his ABC-Boys: "Beat aus Berlin" (Telefunken/EastWest)
Freddie & the Dreamers: The EP-Collection (EMI/See For Miles Records)
The Hollies: "Original Gold" (2 CD) (Disky)
The Kinks: "Remastered" (3 CDs) (Castle)
The Hollies: "At Abbey Road 1966 to 1970" (EMI)
Falco: "Out Of The Dark (Into The Light)" (EMI Electrola)
The Beatles: "Unplugged" (Odeon)

*: die mit Gänsehauteffekt.

Wie Ihr seht, sind darunter einige kultige Raritäten. Wo´s die gibt? Bei "Soundhouse". Katalog und die Bestellungen, alles geht bei denen problemlos per E-Mail: soundhouse.music@t-online.de


Das Beste, was es im Internet an guter Rock-Musik gibt, hört Ihr hier:

rockradio.de+


 

My radio.sonicnet station

Listen To My Station

Im Gedenken an Herbert Dreilich - Frontmann der Rockband "Karat"

Erstellt am 13.12.2004 - 15:01 im Forum von www.jede-stunde.de, der Fanpage von Karat

Unter Tränen: Vorhin brachte der mdr die Meldung. Gestern abend auf 1-Festival habe ich noch das Jubiläumskonzert in der Wuhlheide gesehen. Beim "Schwanenkönig" dachte ich noch, hoffentlich trifft es nicht so bald für Herbert zu. Dabei war es schon zu spät. Ein großer Rocker und Romantiker ist von uns gegangen. Warum so früh? Es hatte doch noch so viel vor. Meine ganze Anteilnahme gilt seiner Frau in Mahlsdorf, wo ich selbst aufgewachsen bin, allen Freunden und der Band. Es ist einfach unfaßbar. Warum immer vor Weihnachten ? Herbert, wir werden Dich nicht vergessen!!! Ich verneige mich tief, Ditmar

 

Peter Maffay am Grab von Karat-Sänger Herbert Dreilich Berlin

- Herbert Dreilich, Sänger der ostdeutschen Band Karat, ist am Mittwoch in Berlin beigesetzt worden. Neben Ehefrau Susanne und Sohn Claudius gaben weit über 100 Menschen dem Musiker auf dem Friedhof Biesdorf im Stadtbezirk Hellersdorf das letzte Geleit. Neben der Karat-Mannschaft zählten dazu Musikerkollegen wie Wolfgang Ziegler und Mitglieder befreundeter Bands wie die Puhdys und City. Auch der langjährige Texter Norbert Kaiser und der mit Dreilich befreundete Peter Maffay waren gekommen. Er hatte den Karat-Hit "Über sieben Brücken" nachgesungen und international bekannt gemacht. Die Grabrede hielt der Schriftsteller Heinz Kahlau, der mit Dreilich eng befreundet gewesen war. Oft hätten sie gemeinsam über Lyrik gesprochen, sagte er. Bei einer abendlichen Runde vor wenigen Wochen habe der Sänger bereits gewußt, daß er nicht mehr lange leben würde. Dreilich hatte im Oktober 1997 bei einem Konzert einen Schlaganfall erlitten, kehrte aber 1998 wieder auf die Bühne zurück. Im September 2000 hatte Karat mit Freund Peter Maffay in Berlin in der Parkbühne Wuhlheide vor 17000 Fans 25jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Auch für das 30. Jubiläum im kommenden Jahr waren Auftritte geplant gewesen.

dpa "Die Welt" Artikel erschienen am Do, 16. Dezember 2004 ----------------------

Der letzte Weg DES Schwanen-Königs

Bei der Beerdigung von Herbert Dreilich erwiesen die Größen des Ost-Rocks dem Karat-Sänger die letzte Ehre

- Starke Männer ganz weich: Bei der Beerdigung von Karat-Star Herbert Dreilich (gest. 62) auf dem Friedhof in Biesdorf gaben die Größen des Ost-Rocks der beliebtesten Stimme Ostdeutschlands die letzte Ehre. Dreilich war am vergangenen Sonntag in seinem Haus in Mahlsdorf verstorben (BZ berichtete). Eineinhalb Jahre hatte er mit aller Kraft gegen den Krebs gekämpft, dem Musiker war der Magen entfernt worden - doch die Krankheit war stärker. Alle großen Kollegen waren gekommen, um seiner Frau Susanne Dreilich, 39, seinen Kindern und Geschwistern beizustehen. Unter den rund 200 Trauernden: Seine Kumpels von Karat, die Puhdys, City und natürlich auch Peter Maffay. Maffay hatte Dreilich durch seine Interpretation des Karat-Hits "Über sieben Brücken mußt du gehen" quasi den Ritterschlag aus dem Westen erteilt, dem ostdeutschen Rock die verdiente Anerkennung verschafft. Maffay legte am Grab einen Kranz mit fröhlichen Sonnenblumen nieder, auf der Schleife ein schlichtes "Wir werden Dich vermissen." Der Tod von Dreilich sorgte auch gestern noch für Sprachlosigkeit. City-Geiger Georgi Gogow versuchte seine Trauer mit Galgenhumor zu überdecken: "Die Einschläge kommen näher." Auch Dreilichs Managerin Adele Walther kann den Tod des Rockers noch immer nicht fassen: "Natürlich wußte ich schon lange von seiner Krankheit. Trotzdem hofft man ja bis zuletzt. Es ist einfach unendlich traurig." Seine Fans werden Herbert Dreilich nie vergessen, dessen Stimme durch Titel wie "Schwanenkönig" oder "Der blaue Planet" unsterblich wurde.

"BZ" Berlin --------------------------------

Mit 62 Jahren verlor Herbert Dreilich von Karat den Kampf gegen Krebs.

Den Nachruf für die BZ verfaßt Toni Krahl ("City")

Ein Diamant funkelt ewig
TONI KRAHL

Ich wußte, daß es Herbert Dreilich sehr schlecht geht. Mit dem Schlimmsten hatte ich jedoch nicht gerechnet, denn Herbert war immer ein Stehaufmännchen. Gestern morgen rief mich ein Journalist aus Thüringen an und fragte mich, ob es stimmt, daß Herbert gestorben ist. Da wurde mir sofort klar, daß es wahr sein mußte. Herbert war sehr krank. Er hatte Magen- und Darmkrebs. Dabei hatten wir noch gemeinsame Pläne. Im letzten Jahr wollten wir eine gemeinsame Tournee mit City und Karat machen, die dann leider nicht mehr stattfand wegen seiner Krankheit. Aber wir hatten die Hoffnung nie aufgegeben, daß wir das irgendwann nachholen können. Denn selbst als Herbert vor sechs Jahren einen Schlaganfall hatte, machte er weiter. Wir hatten ihn und Karat unter Vertrag in meinem Musikverlag. Damals kam er schwer gezeichnet aus der Reha-Klinik direkt in unser Büro. Er hinkte und konnte den rechten Arm nicht mehr bewegen. Aber er verlor kein Wort über seine Krankheit, sondern legte uns sofort sein neues Songmaterial für eine CD auf. Darunter war auch sein Lied "Mich zwingt keiner in die Knie". Und das war mehr als nur ein Song. Das war sein Lebensmotto. Seine Energie war wirklich unglaublich. Über die Umstände seines Todes bin ich noch ganz fassungslos. Am Wochenende hatten wir einen Auftritt mit City in Bremen. Beim Frühstück am nächsten Morgen sagte ich zu meinen Musiker-Kollegen: "Stellt euch vor, ich habe heute nacht im Traum Herbert Dreilich getroffen." Dabei bin ich kein übersinnlich veranlagter Mensch. Dann erreicht mich heute früh seine Todesnachricht. Ich war völlig entsetzt, weil ich mich jetzt frage, wie kam diese Energie zu mir? Wollte er sich vielleicht im Traum von mir verabschieden? Dabei hatten wir gar keine so große Nähe. Wir waren befreundete Kollegen und hatten größten Respekt voreinander. Ich verneige mich so tief und so weit es geht vor ihm, um es mit einer eigenen Textzeile von ihm auszudrücken. Dabei war für mich persönlich sein größter Erfolg "Über sieben Brücken mußt du gehen" gar nicht sein wichtigstes Lied. Wichtiger war vielleicht, daß es durch Peter Maffays Interpretation einen Ritterschlag bekam, der eine Anerkennung für die ostdeutsche Rockmusik insgesamt bedeutete. Immer in Erinnerung behalten werde ich Dreilich als ganz Großen der ostdeutschen Rockszene. Er war ein Juwel. Und ein Diamant funkelt ewig! -------------------------

Schön, mild
Zum Tode von Herbert Dreilich
Von Hans-Dieter Schütt

Eine Illusion muss dich zum richtigen Moment treffen, dann wirst du sie ein Leben lang nicht los. Oder Bücher! Nicht zum richtigen Zeitpunkt gelesen, bleiben sie ohne jede Chance. Auch wenn du sie später doch lesen solltest. Bemühung nützt nichts. Erlebnis tendiert zur Mühelosigkeit. Zur Leichtigkeit, so, wie man sie dem eigenen Herzschlag wünscht - nur jeder Herzschlag ist ein Ritterschlag. Das ist auch der Grund, warum wir stets die gleichen Rocksongs hören. Und immer sind es frühe Lieder. Danach kommt meist nichts mehr, auch wenn wir pausenlos Neues hören und uns selber Weiterentwicklung einreden. Wer wollte sich noch weiterentwickeln, wenn er, jung genug, einzig seine Band, einzig seine Hits gefunden hatte. Man soll das nicht unterschätzen, wenn einer hörend sagt, dies, was er höre, sei genau seine Welt. Sie bleibt es nämlich. Und sei es, irgendwann, als dringliche Erinnerung - beim Weiterschreiten im Kreis, der kaum größer wird. Leben. Sieben Mal wirst du die Asche sein. Neben der Welt, die es noch gibt, gab es die DDR. Gab? Vielleicht lebt sie jetzt erst richtig, denn jetzt kann jeder frei auswählen, was sie ihm sein soll. Und das meint das Gegenteil der Ostalgie-Shows - die Herbert Dreilich nicht mochte. Herbert Dreilich ist tot. "Karat" ist tot, wie "Silly" starb, als Tamara Danz alles hier verließ. Ist das ein Schicksal?! Ein Österreicher, der in Großbritannien aufwächst, bei der Mutter in Halle landet, und dahinein zuckt der Weltgeschichtsblitz: Mauerbau. So kommt einer zu einer Erfahrung, und davon kann er dann ein Lied singen. Über sieben Brücken musst du gehen. Maffay hat das grandios gesungen. Aber damit ein Lied einem Sänger gehört, dafür reicht nicht, dass er es nur singt. Maffay sang und singt original "Karat", aber wenn ich ihn höre, höre ich einen, der, auch wenn er im muscle-shirt seine Muskeln zeigt, nicht über sieben Brücken gehen muss, sondern überall ohne Kraftanstrengung über tausend Brücken gehen kann. Dieser Eindruck wird so bleiben. Auch wenn damit ein Rocksong etwas übertrieben, schon gar im rückwärtigen Dienst, in eine politische Wertung gedrängt wird. Aber was wäre Kunst ohne den Vollendungs-Auftrag derer, die da hören, sehen, lesen. Was die da oben auf der Bühne spielen, wird von uns unten erst erhöht. Ein wirklich gutes Lied geht nicht um die Welt, es endet in uns, nur in uns. Alle hören's, aber nur ich bin gemeint. Diese Wahrheit brachte es auf acht Millionen verkaufte "Karat"-Alben. Und wenn ich also mit etwas Gesungenem gemeint bin, dann weiß ich auch nicht mehr, was daran Kitsch sein soll. König der Welt. Ein weicher balladesker Schwung. Schwanenkönig. Ein Flügelschlag, der dem Wasser, der Erde näher bleibt, als er dem Himmel kommen kann. Eine Hochstimmung ganz aus Relativität heraus. Ein pathetisches Maß, aber im Milden, weniger im Wilden. Und darum fiel's manchmal, das Wort vom Kitsch. Für etwas, das doch nichts weiter als die konsequenteste aller Gegenwelten ist. Schönste Schlager sind Totalopposition, schönste Rockballaden auch. Die von "Karat" - 1975 gegründet - hatten einen Ton, der reiner Wunsch nach Schönheit war, dies aber in Verbindung mit Kraft. Mich zwingt keiner auf die Knie. Herbert Dreilich - Musikschüler in Berlin-Friedrichshain, Musiker bei Reinhard Lakomy, dem Henri-Kotowski-Quintett, bei den Alexanders und Panta Rhei - starb in der Nacht zum vergangenen Sonntag (ND, 14. 12.). Er hatte Krebs. In den letzten Konzerten machte er den Eindruck wie immer: versunken, ein fast heiliger Ernst; Rock, der auch Andacht sein möge. Es gibt Menschen, die öffnen eine Hand, und heraus fällt immer eine Büroklammer; wenn Dreilich seine Hand um ein Mikrofon schloss, da schien es, als startete irgendwo ein Albatros. Natürlich, eine Illusion nur. Aber wenn "Karat" sang, traf die ja im richtigen Moment. Irgendwann tauchen Rocksänger im Fernsehen auf, oder wir schauen auf die jüngsten CD-Cover, und wir hören uns sagen: Oh, alt geworden. Wir hören uns das sagen, ja, aber wir lügen da einfach nur mit, was alle lügen. Denn natürlich stimmt das nicht; das wäre ja genau so, als behaupte jemand, wir selber seien alt geworden. Die Welt lügt, sie redet uns auch fortwährend ein, Leben sei immer dort, wo wir gerade nicht sind. Aber wir haben den Gegenbeweis. Den Beweis gegen das Alter und gegen die Lebensleere. Es ist nichts, was man ausspricht. Nein, wir legen einfach die alten Hits auf. Erfahren das ewig Alte. Dass wir Asche sind. Aber einmal auch der helle Schein.

(ND 15.12.04) ---------------------------------

Herbert Dreilich

Herbert Dreilich (* 5. Dezember 1942 in Mauterndorf; † 12. Dezember 2004 in Berlin) war ein deutscher Rockmusiker. Dreilich wuchs in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland auf. 1959 kam er in die DDR, wo er bis 1961 eine Ausbildung als Gebrauchswerber in Halle (Saale) absolvierte. Seit 1960 spielte er Gitarre in Amateurbands u.a. 1962-64 bei Reinhard Lakomy und 1967-68 bei den Music Stromers. 1967 bis 1971 besuchte er die Musikschule Berlin-Friedrichshain. 1968 bis 1969 spielte er beim Henry-Kotowski-Quintett und den Puhdys, 1969 bis 1971 bei den Alexanders, 1971 bis 1974 bei Panta Rhei und seitdem bei Karat. 1975 hatte er die ersten Rundfunkaufnahmen, seit 1977 war er Leadsänger von Karat. 1978 nahm er am Grand Prix des Internationalen Schlagerfestivals in Dresden teil und trat erstmals in West-Berlin auf. Die LPs "Der blaue Planet (1982) und "Albatros" (1984) brachten ihm eine Goldene Schallplatte in der Bundesrepublik Deutschland. Im Oktober 1997 erlitt Dreilich einen Schlaganfall, seit März 2004 war er an Leberkrebs erkrankt. In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2004 erlag Herbert Dreilich im Alter von 62 Jahren seinem Krebsleiden.

Diskografie "Panta Rhei", LP, 1973 (Text und Komposition von "Free Angela" und "Tuyet") "Karat", LP, 1978 "Über sieben Brücken", LP,79 "Albatros", LP, 1979 "Schwanenkönig", LP, 1980 "Der blaue Planet", LP, 1982 "Die sieben Wunder der Welt", LP, 1983 "Live - Auf dem Weg zu euch", LP, 1985 "Die fünfte Jahreszeit", LP, 1987 "...im nächsten Frieden", LP, 1990 "Karat", LP, 1991 "Vierzehn Karat - ihre größten Hits", CD, 1991 "Sechzehn Karat - ihre größten Hits Vol. II", CD, 1998 "Die geschenkte Stunde", 1995 "Balance", 1997 "Ich liebe jede Stunde -25 Jahre Karat", 2000 "25 Jahre Karat - Das Konzert -Live", 2001 "Licht und Schatten", 2003 " und weitere diverse Sampler und Singles"

Aus Wikipedia ---------------------------

"ÜBER SIEBEN BRÜCKEN"
Karat-Sänger Herbert Dreilich gestorben

Die Rock-Band Karat dominierte von 1974 bis zur Wende die Pop-Szene der DDR. Mit dem Hit "Über sieben Brücken musst du gehen" wurde die Gruppe um Sänger Herbert Dreilich auch in Westdeutschland bekannt. Nun ist Dreilich im Alter von 62 Jahren gestorben. DDP Karat-Sänger Herbert Dreilich (im Juli 2000 in Magdeburg): Rocklegende und Kämpfernatur Berlin - "Mich zwingt keiner auf die Knie", sang Herbert Dreilich erstmals vor 20 Jahren in einem Lied. Der Text war sein Lebensmotto, wie er selbst einmal bekannte, doch jetzt hat der Frontmann der ostdeutschen Kult-Rockband Karat den Kampf verloren. Wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag erlag er in der Nacht zu Sonntag in seinem Haus in der Nähe von Berlin einem Krebsleiden. Noch im März, als ihn die Ärzte nach einer Routineuntersuchung mit der Diagnose Leberkrebs konfrontierten, war Dreilich voller Zuversicht. "Ich habe bis jetzt jede Krankheit überstanden", sagte er. Zwar wurden sämtliche Tour-Termine dieses Jahres abgesagt. Aber 2005 wollte der Sänger, dessen markante Stimme ein Markenzeichen der Band war, wieder mit dabei sein. Immerhin war anlässlich des 30-jährigen Bühnenjubiläums eine große Tournee geplant. Karat war 1974 aus der damals bekannten Soul-Rockband Panta Rhei hervorgegangen. Dreilichs Truppe gehörte zu den wenigen erfolgreichen Rockbands der DDR, die bereits vor dem Mauerfall Erfolg in Westdeutschland hatten. Insgesamt verkaufte Karat mehr als 8,5 Millionen Tonträger. 1978 brachte die Band das erste Album "Karat" heraus. Mit "Albatros" folgte ein Jahr später das zweite, das mit dem Hit "Über sieben Brücken" auch im Westen auf den Markt kam. Wesentlich bekannter wurde das Lied dort jedoch in der Coverversion von Peter Maffay. Im Wendejahr 1989 erschien die Platte "... im nächsten Frieden" als Ost-West-Koproduktion. Als Gast kam Maffay hinzu, der den gemeinsamen Hit erstmals mit Dreilich sang. Danach wurde es vorerst still um die Gruppe: In der Nachwendezeit gab es kam Auftrittsmöglichkeiten für Ex-DDR-Bands, das ehemalige Stammpublikum interessierte sich verstärkt für Westproduktionen. Erst 1995 meldete sich Karat - pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum - mit der CD "Die geschenkte Stunde" zurück. 1997 erlitt Dreilich kurz nach Erscheinen des Albums "Balance" zum Entsetzen seiner Fans einen Schlaganfall und war zeitweise halbseitig gelähmt. Er überwand jedoch sein gesundheitliches Tief und stand ein Jahr später wieder auf der Bühne. Im Jahr 2000 wurde die Band bei einem Konzert zum 25-jährigen Bestehen auf der Parkbühne in der Berliner Wuhlheide von 17.000 Anhängern enthusiastisch gefeiert. Karat erhielt in der DDR zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kunst- und den Nationalpreis. Aber auch im Westen fand die Gruppe Anerkennung. Für das vierte Album "Der blaue Planet" (1982) bekam sie erstmals eine Goldene Schallplatte. Gold gab es 1984 rückwirkend auch für Langspielplatte "Albatros". 2003 wurde Karat dann mit dem Media-Control-Preis gewürdigt - für "Der blaue Planet" als meist verkauftes Album einer DDR-Band überhaupt.

Christina Schulze, ddp Aus "Spiegel" -----------------


Für alle Beatles-Fans hier noch einige interessante Artikel der letzten Zeit aus der Gesamtausgabe der "Volksstimme" in Sachsen-Anhalt sowie von Agenturen:

 

«Verschollene» Beatles-Songs «aufgetaucht»


Fast 30 Jahre lang wurde nach vier Beatles-Songs gefahndet. Vergeblich. Doch niemand konnte sie finden, ein Witzbold hatte sie sich ausgedacht.
BERLIN. Schlichtweg ausgedacht habe er sich als Teenager die vier Titel, sagte der Beatles-Experte Martin Lewis. Später habe er sie dann aus „Jux" in eine veröffentlichte Liste mit Liedern der Band „hineingeschmuggelt." Nach dem verloren geglaubten Sangesgut war lange vergeblich geforscht worden.An diesem Mittwoch will Lewis in New York erklären, wie sich das Gerücht über die angeblich unveröffentlichten und später dann verschwundenen Titel über die ganze Welt verbreitete, berichtet die Zeitung „USA Today".
Details wie von Geisterhand
Lewis sagte, er habe 1971 für das britische Magazin „Disc" eine komplette Liste aller Beatles-Songs angelegt. Der Liste habe aber eine „Überraschung" gefehlt. So habe er sie einfach um die Titel von vier selbst komponierten Liedern erweitert. Seither geisterten die vier Songs immer wieder durch Artikel, Biografien und in jüngster Zeit auch über zahlreiche Websites - trotz wiederholter Beteuerungen der Plattenfirma Apple, dass es sie nicht gebe. Im Lauf der Zeit wurden auch immer neue Details dazu erfunden. So wollten Fans aus „absolut sicherer Quelle" erfahren haben, dass John Lennon bei mindestens einem Titel Klarinette gespielt habe.
Lewis hatte 1971 zwei der Titel – „Colliding Circles" und „Left Is Right" Lennon zugeschrieben. George Harrison sollte den Song „Pink Litmus Paper Shirt" komponiert haben, Paul McCartney den Titel „Deck Chair". Martin Lewis hatte sich schon vor zwei Jahren bei einem Musik-Forum in Los Angeles geoutet. „Zu meinem Erstaunen und Schrecken musste ich aber feststellen, dass damals Beatles-Fans mein Geständnis einfach ignorierten oder für Quatsch erklärten," beteuerte er gegenüber der Zeitung. (dpa, 6.6.2001)

Medien: George Harrison erneut an Krebs erkrankt Der ehemalige Beatle George Harrison (58) wird nach britischen Medienberichten wegen eines Hirntumors behandelt. Wie am Montag die BBC berichtet, ist das die dritte Krebserkrankung in nur vier Jahren. Die behandelnden Aerzte sollen die Situation kritisch einschaetzen.
Der Gitarrist werde in einer schweizerischen Klinik im Tessin nahe der italienischen Grenze medizinisch betreut, berichteten die "Times", der "Daily Telegraph" und andere britische Zeitungen unter Berufung auf die schweizerische Presse. Harrison und seine Frau Olivia haetten eine Villa in Italien gemietet und besuchten regelmaessig die San Giovanni-Klinik in Bellinzona. Dort werde Harrison bestrahlt.
Harrisons Leidensgeschichte begann vor vier Jahren, als er einen Knoten am Hals entdeckte. Kehlkopfkrebs hiess die Diagnose. Der Musiker hatte in seiner Jugend und waehrend der gesamten Beatles-Zeit geraucht. Dann hatte er es fuer eine Reihe von Jahren ohne Zigaretten geschafft, schliesslich aber doch wieder angefangen. Nach einer erfolgreichen Operation in England verkuendete er: "Ich sterbe noch nicht - ihr koennt euch alle gluecklich schaetzen."
Doch vor drei Monaten wurde bei einer Vorsorge-Untersuchung in den USA ein Tumor in seiner Lunge entdeckt. Wieder war eine Operation moeglich, und wieder liess Harrison mitteilen, er sei "in bester Laune und in Topform". Nun hoffen seine Fans, dass er noch einmal Glueck hat - so wie im Dezember 1999, als er in seinem Schloss westlich von London mit knapper Not einem Mordanschlag eines Verrueckten entging. Seine Frau Olivia rettete ihn, indem sie dem Eindringling mit einer schweren Tischlampe auf den Kopf schlug.
Ganz im Gegensatz zu Paul McCartney gilt Harrison als medienscheu und lebt zurueckgezogen auf dem Land oder auf einsamen Inseln. Schon waehrend seiner grossen Zeit war er der "stille" oder der "dritte Beatle", der immer im Schatten von John Lennon und McCartney stand. Dabei schrieb er 22 Songs der Gruppe, darunter Hits wie "If I Needed Someone", "Taxman" und "Here Comes The Sun".
(mdr online, 10.7.2001)

Ringo dementiert:
Ringo Starr, britischer Popmusiker und Ex-Beatle, hat Gerüchte zurückgewiesen, sein früherer Bandkollege George Harrison sei todkrank. Harrison sei bester Laune, sagte Starr am Dienstag. "Ich habe ihn vor drei Wochen das letzte Mal gesehen, und da ging es ihm wunderbar." Erst kürzlich wurde der 58-Jährige wegen eines Hirntumors behandelt. Er erhole sich davon, und es gehe ihm gut, sagte Starr. "Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe", erklärte er auf einer Pressekonferenz zum Auftakt seiner US-Tour. Bereits am Montag hatte Harrisons Manager einen Londoner Zeitungsbericht dementiert, wonach der "stille Beatle" angeblich im Sterben liege.
(Berlin online, 25.7.01)

Paul McCartney und Heather Mills heiraten
Ex-Beatle Paul McCartney hat sich mit seiner Freundin Heather Mills verlobt. Ein Sprecher des Pop-Stars erklaerte am Donnerstag in London: "Sie freuen sich darauf, irgendwann im naechsten Jahr zu heiraten". Der 59 Jahre alte McCartney, dessen Frau Linda im April 1998 an Brustkrebs gestorben war, habe sich am Montag bei einem Kurzurlaub in Nordengland mit dem 33jaehrigen frueheren Model verlobt.
Nach der Darstellung seines Sprechers sank McCartney am Montag im britischen Lake District vor seiner Freundin auf ein Knie und hielt um ihre Hand an. Er habe ihr einen indischen Saphir- und Diamant-Ring ueberreicht, den er waehrend eines Urlaubs im Januar dort gekauft habe.
McCartney und Mills kennen sich seit zwei Jahren und hatten sich im vergangenen Oktober erstmals oeffentlich zu ihrer Liebe bekannt. "Sie sind beide sehr gluecklich. Das gilt auch fuer die Kinder", erklaerte der Sprecher. Das Paar hatte sich in einer Fernseh-Sendung getroffen, in der Heathers Arbeit fuer Behinderte und Landminenopfern ausgezeichnet worden war. McCartney hatte bereits im Mai nicht mehr ausgeschlossen, wieder heiraten zu wollen.
(mdr online, 27.7.01)

George Harrison nimmt ersten Song seit Krebsbehandlung auf
Ex-Beatle George Harrison hat erstmals seit seiner jüngsten Krebsbehandlung einen Song aufgenommen. Zusammen mit dem Pianisten Jools Holland produzierte er in seiner Villa in der Schweiz den Titel «A Horse To Water». Den Song hatte Harrison mit seinem Sohn Dhani geschrieben. Im Juli dieses Jahres hatte die britische Presse berichtet, Harrison bereite sich aufs Sterben vor. Der Star-Gitarrist hatte dies umgehend dementiert. Er bestätigte allerdings, dass er wegen eines Hirntumors behandelt worden sei.
(MZ-Newsticker, 18.10.2001)

Trauer um Ex-Beatle George Harrison

London - Ex-Beatle George Harrison ist tot. Er erlag gestern im Haus eines Freundes in Los Angeles seinem Krebsleiden. Der Musiker war in den vergangenen Wochen in den USA wegen eines unheilbaren Hirntumors behandelt worden. Harrison galt immer als der «stille Beatle». Für die Band schrieb er 22 Titel, darunter den Hit «Here comes the sun».
(dpa, 30.11.2001)

Tausende Amerikaner ehren Harrison mit spontanen Trauerfeiern

New York - Tausende amerikanische Fans der Beatles haben am Freitag den verstorbenen George Harrison bei spontanen Trauerfeiern an zentralen Plätzen vieler US-Städte geehrt. In New York strömten Hunderte schon vom Morgengrauen an zum Central Park. In Hollywood legten Trauernde Blumengebinde am Beatles-Stern auf dem Walk of Fame nieder. Auch in Frankreich, Großbritannien und vielen anderen Ländern trauerten die Fans. Westlich von London fanden Beatles-Anhänger den Weg zu Harrisons abgelegenem Schloss.
In San Francisco und in Los Angeles, wo Harrison am Donnerstag, dem 29.11.2001, um 22.30 Uhr (MEZ) an einem Hirntumor starb, gab es Trauerbekundungen auf offener Straße. «Ich musste einfach aus der Wohnung raus, als ich das im Radio hörte», sagte Nina Juvino. Die Krankenschwester gehörte zu den ersten New Yorkern, die sich noch in der Dunkelheit in dem nach einem Beatles-Song «Strawberry Fields» genannten Teil des Central Park einfanden. Bei Kerzenlicht sangen viele von ihnen Songs der legendären Band. Auf einem Stein-Mosaik mit der Aufschrift "Imagine" legten im Laufe des Tages hunderte Blumen und Kränze sowie Fotos von Harrison ab. Auf Plakaten war zu lesen «George, we love you!» und «Thank you, George».
Die Begegnungsstätte im Central Park war bereits vor Jahren dem Beatles-Bandleader John Lennon gewidmet worden, der unweit davon am 8. Dezember 1980 von einem geistig verwirrten Attentäter erschossen worden war. Alljährlich wird das Bodenmosaik im «Strawberry Field» an diesem Tag zur Pilgerstätte von Freunden der Beatles. «Ich bin mit der Musik von John, Paul, George und Ringo aufgewachsen», sagte Peter Stellar, ein 49-Jähriger Ingenieur. «Unfassbar, dass jetzt nur noch zwei Beatles am Leben sind.»
Fast alle amerikanischen Fernsehsender nahmen umfangreiche Berichte über Harrisons Leben und Wirken in ihre Programme auf und erinnerten dabei auch daran, wie die Beatles einst die amerikanischen Konzertsäle und Hitparaden im Sturm eroberten. «Das war die europäische Antwort auf den Rock 'n' Roll», sagte ein CBS-Reporter. «Und sie war überwältigend.»
(dpa, 1.12.2001)

Mit George und John «auf Wolke 14»: Vom «Star Club» zum Weltruhm

Hamburg - «Die Not hat ein Ende. Die Zeit der Dorfmusik ist vorbei», so warb der legendäre «Star Club» Anfang der 60er Jahre auf St. Pauli für sich und die neuen Bands aus England. In dem Club an der «Großen Freiheit 39» legten die Beatles den Grundstein für ihren Weltruhm. Nach dem Tod von George Harrison erinnerten sich am Freitag Weggefährten von damals.
«Mit John und Paul habe ich viel zu tun gehabt. Wir sind auch auf der Reeperbahn rumgezogen. Aber an George bin ich nicht richtig rangekommen. Der war schon immer der Stille», erinnert sich der Hamburger Fotograf Günter Zint an seine Zeit mit den Beatles. 1962 war Zint mit dabei, als die Liverpooler ihre Karriere im neu eröffneten Hamburger «Star Club» begannen. Vier Jahre später begleitete er die Beatles als Fotograf auf ihrer großen Deutschland- Tournee. Sein Lieblingsbeatle sei immer John Lennon gewesen, «mit dem ich mich immer noch auf Wolke 14 unterhalte», sagt Zint.
Harrison habe er aber auch sehr geschätzt, vor allem als vielseitigen Künstler, der auch «richtig gute Fotos» gemacht habe. «Vielleicht trifft er John ja jetzt irgendwo da oben», hofft Hamburgs großer St.Pauli-Fotograf.
«Beat-Club-Ikone» Uschi Nerke sagt, sie habe die Beatles zwar nie persönlich kennen gelernt, «aber der Tod von George geht mir verdammt an die Nieren. Schließlich sind wir praktisch zusammen groß geworden». Nerke hatte den «Beat Club» von Radio Bremen während seines Bestehens von 1965 bis 1972 moderiert. Damals sei es schon nicht mehr möglich gewesen, die Beatles zusammen ins Studio zu kriegen. Das habe sie sehr bedauert. Die heute 57-Jährige moderiert seit Anfang September die Morgensendung des Hamburger Oldie-Radios fun fun 95 und präsentiert dort Hits der 60er und 70er Jahre.
Dem Sender sagte der englische Musiker Tony Sheridan, der in Hamburg hängen blieb: «Ich bin tief betroffen über den Tod meines Freundes George». Die beiden kannten sich aus den Anfangstagen der Fab Four. Damals traten die Pilzköpfe aus Liverpool noch als Sheridans Begleitgruppe in Hamburg auf und galten als seine Schüler. Harrison, der Jüngste der Gruppe, «war geradezu besessen davon, Gitarre spielen zu lernen. Er wollte alles wissen und können, am besten über Nacht. Ich habe ihm natürlich alles beigebracht, was ich konnte», erinnert sich Sheridan. Ansonsten sei George immer schon ein «bisschen Back-Seat» gewesen, so im Hintergrund.
Die Trauer über den Tod des «stillen» Beatles war darum vielleicht am Freitag in Hamburg auch nicht so sichtbar: Nur eine einzige rote Rose hatte ein Fan am «Star Club»-Gedenkstein «Große Freiheit 39» für den großen George Harrison abgelegt.
(dpa, 1.12.2001)

Prominente aus aller Welt würdigen Ex-Beatle George Harrison

Hamburg - Nach dem Krebstod von George Harrison haben am Freitag zahlreiche Prominente aus der Politik und dem Musikgeschäft den Ex-Beatle gewürdigt.
«Menschen auf der ganzen Welt werden ihn sehr, sehr vermissen.» (Großbritanniens Premierminister Tony Blair)
«Er ist so etwas wie mein jüngerer Bruder gewesen. (...) Er war ein fantastischer Kerl und ein tapferer Mann und hatte einen wunderbaren Sinn für Humor.» (Ex-Beatle Paul McCartney)
«Danke George, es war großartig, dich zu kennen.» (Yoko Ono, Witwe von John Lennon)
«George Harrison war einer der größten Söhne Liverpools. Er war weit mehr als nur ein talentierter Musiker. Er war ein sehr nachdenklicher und mitfühlender Mensch.» (Liverpools Bürgermeister Gerry Scott)
«Er wollte alles lernen, am liebsten über Nacht. Ich habe ihm natürlich alles, was ich konnte, gerne beigebracht.» (Tony Sheridan, englischer Musiker und Wegbereiter der Beatles)
«Es ist so traurig. Die Beatles sind zur Zeit wahrscheinlich noch genauso populär wie vor 30 Jahren.» (Irlands Ministerpräsident Bertie Ahern)
«Wie er glaube auch ich jetzt, dass er in eine höhere Dimension eingegangen ist. Gott schenke ihm Frieden.» (Beatles-Produzent Sir George Martin)
«"Something" wird uns allen fehlen mit dem Tod von George Harrison. Aber seine Musik wird bleiben, "while my guitar gently weeps".» (Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen)
«George war schon damals der Stille mit den eher leisen Tönen.» (Fotograf Günter Zint, der die Beatles 1962 bei ihrem Karrierstart im Hamburger «Star Club» kennen lernte)
«Der Beitrag der Beatles für die Popmusik des 20. Jahrhunderts wird unvergessen bleiben. (...) So dramatisch wie einst John Lennon haben wir nun George Harrison verloren, aber die Beatles werden ewig leben.» (Spaniens Kulturministerin Pilar del Castillo)
«Bisher hat es immer noch die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der Beatles gegeben. Vielleicht hätte Julian Lennon dabei den Platz seines Vaters einnehmen können. (...) Es ist wirklich das Ende eines Traums.» (John Chambers von der Liverpooler Beatles-Gesellschaft)
(dpa, 1.12.2001)

George Harrison: Immer nur der dritte Beatle

London - Das Ende der Beatles 1970 war für George Harrison eine Erleichterung: Er war es leid, immer nur «der dritte Beatle» zu sein, überragt von John Lennon und Paul McCartney, deren Hits die Musikwelt veränderten.
Harrison war ein stiller Typ: Selbst Schlagzeuger Ringo Starr - musikalisch von den vier Pilzköpfen zweifellos am geringsten begabt - machte als Beatle mehr von sich reden. Dabei konnte Harrison schon als Beatle - und auch danach - auf ein ansehnliches musikalisches Werk stolz sein. In jeder anderen Gruppe, in der sich Talent nicht gerade so ballte wie bei den «Fab Four», hätte es viel glänzender gestrahlt. 22 Lieder hat Harrison als Beatle geschrieben. Darunter so bekannte Stücke wie «If I Needed Someone», «Taxman» oder «Here Comes The Sun».
Seine erste Gitarre kaufte der Sohn eines Busfahrers 1956, als er 13 war. Mit 15 nahm ihn sein Schulkamerad Paul McCartney zu einer Band mit, die John Lennon gegründet hatte. Das Pop-Quartett hieß «The Quarrymen». Aus ihr sollten sich die Beatles entwickeln.
Harrison wurde in den 60er Jahren stärker als die anderen Bandmitglieder von indischer Philosophie und Spiritualität beeinflusst. 1965 spielte er zu Lennons «Norwegian Wood» erstmals auf der indischen Sitar. Und Harrison war es auch, der die Beatles davon überzeugte, 1968 in Indien transzendentale Meditation und indische Musik zu studieren.
Mit Ringo Starr spielte Harrison auch nach dem Ende der Beatles immer mal wieder zusammen, nie jedoch mit Paul McCartney. Schon 1969, also vor dem offiziellen Ende der Gruppe, hatte er verkündet, er sei kein Beatle mehr. Zu dieser Zeit ging es ihm auch ansonsten schlecht: Seine Ehe mit Pattie Boyd zerbrach - sie zog zu George Harrisons bestem Freund Eric Clapton, der sein großes Lied «Layla» für Pattie geschrieben haben soll.
Das hat den späteren Beziehungen zu Clapton nicht geschadet. George Harrison hatte mit «My Sweet Lord» seinen ersten Superhit nach der Beatles-Zeit - überschattet jedoch durch ein US- Gerichtsurteil, das darin ein Plagiat von «He's So Fine» von den Chiffons sah. Die Richter verurteilten ihn zur Zurückzahlung der Tantiemen.
Sein wichtigster künstlerischer Erfolg danach war das Album «Cloud Nine» von 1987, dessen Titel «Got My Mind Set On You» ein Nummer-eins-Hit in den USA und in Großbritannien wurde. Harrison war es wichtig, die richtige Musik zu machen. Deswegen war er 1988 bis 1990 mit den Travelling Wilburys (außer ihm Roy Orbison, Bob Dylan, Tom Petty und Jeff Lynne) unterwegs, fing immer wieder Projekte an, bei denen es ihm nicht ums Geld ging.
«Egozentrisch» waren für ihn die meisten der heutigen Popstars. Oasis, die Beatles-Verehrer, produzierten nach Harrisons Ansicht nur «egoistischen Schrott». U2 und Bono? «Egozentrisch», war wieder Harrisons Verdikt: «Das einzig Wichtige ist, etwas zu verkaufen und Geld zu machen.»
Der scheue Harrison zog sich seit der Ermordung Lennons in New York im Dezember 1980 völlig in sein gigantisches, schlossartiges Haus bei London zurück. Seine eigene Angst vor einem Mordanschlag wuchs - zumal er viele Drohungen bekommen hatte. Harrison ließ den Landsitz mit elektronischen Anlagen wie eine Festung sichern. In der Nachbarschaft zahlreicher Popstars lebte er dort mit seiner mexikanischen Frau, Olivia Arias, die er 1978 geheiratet hatte. Der gemeinsame Sohn, Dahni, war fünf Wochen vor der Hochzei geboren worden.
Am 30. Dezember 1999 wurden die schlimmsten Befürchtungen Harrisons wahr. Der geistesgestörte Brite Michael Abram drang nachts in die Villa ein und verletzte Harrison mit Messerstichen schwer. Seine Frau rettete ihm das Leben. Sie schlug Abram mit einem Schürhaken und dann mit einer Lampe auf den Kopf, als Harrison blutend am Boden lag. Abram, der in den Beatles «Hexen» sah und glaubte, im «Auftrag Gottes» zu handeln, wurde vor Gericht für unschuldig erklärt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Dann kam der nächste Schlag. Im Juli 2001 wurde bekannt, dass Harrison in der Schweiz wegen eines Hirntumors behandelt wurde. Drei Monate zuvor war bei einer Vorsorge-Untersuchung in den USA ein Tumor in der Lunge entdeckt worden. Die Leidensgeschichte Harrisons hatte 1997 mit Kehlkopfkrebs begonnen, den er auf sein jahrelanges Kettenrauchen zurückführte. «Angewidert» zeigte sich Harrison über Berichte von seinem angeblich bevorstehenden Tod. «Ich hatte ein wenig Kehlkopfkrebs. Es wurde mir ein Teil der Lunge entfernt. Und dann wurde ich fast ermordet. Aber ich fühle mich stärker als je», sagte er noch im Juli. Aber grundsätzlich halte er es mit dem Titel eines Liedes seiner Nach-Beatles-Zeit: «All Things Must Pass» - «alles muss vergehen».
(dpa, 1.12.2001)

«Beatlemania»: Mit vier Pilzköpfen in eine neue Zeit

Hamburg - Die Sechziger begannen als bürgerliches und geordnetes Jahrzehnt - dann kamen die Beatles. Die vier Jungs aus Liverpool waren neu, sie waren frech, und sie sahen verwegen genug aus, um einer besorgten Elterngeneration Angst vor anstehender Anarchie zu machen. Weil in Deutschland die Haare anstandshalber noch einheitlich kurz geschoren werden mussten, wirkten die Pilzköpfe mit ihrem für heutige Verhältnisse eher braven Schnitt als blanke Provokation. Doch je mehr sich die Eltern über die vier Idole ihrer Kinder aufregten, desto größer wurde deren Interesse an den neuen Klängen von der Insel. Zwar verstand kaum jemand, was John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr da von sich gaben, aber das hinderte niemanden daran, alle Songs der Beatles flugs auswendig zu lernen, um sie hernach mehr oder weniger wortgetreu nachsingen zu können.
Mit ihrer ersten Single «Love Me Do» stießen die Beatles 1962 bei vielen jungen Menschen in ein emotionales Vakuum. Während sich im Westen die Wirtschaft mit rasanter Entwicklung anschickte, Nachkriegsdepressionen vergessen zu machen und zum sprichwörtlichen Wunder zu werden, gab es für den emotionalen Aufbruch einer neuen Generation kaum die passende Begleitmusik. Aus den Radios tönte eine Mischung aus Glenn-Miller-Swing, Marschmusik und artigen deutschen Schlagern. Zwar hatte sich bei Konzerten von Bill Haley und seinen Comets schon mal jugendlicher Übermut gezeigt - im Zertrümmern der Halleneinrichtung - ansonsten herrschte aber Ruhe.
Im Osten Deutschlands wirkten die Beatles noch stärker als eine Art Befreiung vom Muff der sozialistischen Jugendbewegungen. Den Musikern gelang, was Westpolitiker anstrebten und Ostpolitiker fürchteten: Sie überwanden die Mauer. Auch wenn West-Fernsehen offiziell unerwünscht war, waren die Hits der Liverpooler in aller Munde. Selbst der DDR-Rundfunk kam nicht umhin, einige ausgewählte Songs zu spielen, nicht ohne die zu Beginn der Beatles-Ära eher seichten Texte ironisch zu kommentieren. Auch die Kritik der DDR-Presse am angeblich Jugend gefährdenden lockeren Outfit der Beatles war vergeblich: Die legendäre Pilzkopffrisur setzte ihren Siegeszug auch bei der ostdeutschen Jugend fort.
Die «Beatlemania» bedeutete auf beiden Seiten der Mauer eine neue Ära. Viele Jugendliche wandten sich immer stärker der nahenden Pop- Kultur aus dem angloamerikanischen Raum zu. Nach Abdankung der ersten Rock'n'Roll-Idole wie Elvis Presley, Chuck Berry und Little Richard stand vielen wieder der Sinn nach etwas, für das man sich hemmungslos begeistern konnte. Und für die Beatles konnte man sich begeistern. Die hysterischen Szenen bei der Bravo-Beatles-Blitztournee 1966, wo hunderte kreischender Teenies reihenweise in Ohnmacht fielen, waren der endgültige Beweis: Hier stand in München, Essen und Hamburg die erste Boygroup der Welt auf der Bühne. Das Begleitheft machte klar: «Es ist eine herrliche Zeit, in der wir leben. Wir sind nicht darauf angewiesen, mit den Wölfen zu heulen, wir können's auch mit den Beatles.»
Die Rolling Stones brachten kurz darauf weiteren Konfliktstoff in deutsche Familien. Sie ließen die eben noch revolutionären Beatles wie brave Jungs aussehen, und prompt teilten sich die Fans in Lager - hier die sich provokant wähnenden Stones-Anhänger, dort jene, die die Beatles bevorzugten, weil die musikalische Meilensteine in eine klangliche Wüste setzten. Die Beatles haben eine ganze Generation beim Erwachsenwerden begleitet, sie haben ihre Songs als Träger für große Emotionen zur Verfügung gestellt; Emotionen, die für all jene, die damals versuchten, anders groß zu werden, noch heute mitklingen. Emotionen, die sie auch einem wie George Harrison zu verdanken haben.
(dpa, 1.12.2001)

Stichwort: Die Beatles

London - Die Beatles sind die bedeutendste Band des 20. Jahrhunderts. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges sagte John Lennon, sie seien «populärer als Jesus». Am 27. Dezember 1960 trat die Gruppe in einem Vorort von Liverpool erstmals unter dem Namen The Beatles auf, damals noch in der Zusammensetzung John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Pete Best. Für ihn sprang bei Gastspielen in Hamburg der Schlagzeuger Ringo Starr ein.
In Hamburg lernten die jungen Engländer auch die Fotografin Astrid Kirchherr kennen, die ihnen ihr Markenzeichen, die weltweit kopierten Pilzköpfe, verpasste.
Am 4. Oktober 1962 erschien die erste Single. Drei Monate später setzte sich die zweite («Please Please Me») sofort an die Spitze der Charts. Es begann ein Siegeszug, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte: 1964 waren 60 Prozent aller in den USA verkauften Singles Beatles-Platten. Ihre Tourneen lösten eine Massenhysterie aus, die den «Fab Four» schließlich selbst Angst machte.
Die öffentlichen Auftritte gaben sie 1966 auch auf, weil sich ihre immer komplexeren Titel gar nicht mehr auf der Bühne spielen ließen. Die Platte «Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band» produzierten sie 1967 mit 120 Orchestermusikern und aufwendiger Technik.
Inzwischen kam es zunehmend zu Spannungen, vor allem zwischen Lennon und McCartney. Aber auch der bisher zurückhaltende Harrison wollte nun eine größere Zahl seiner Songs produzieren. Am 11. April 1970 - zehn Jahre nach ihrer Gründung - ging die Gruppe offiziell auseinander. In den 70er Jahren wurden ihnen bis zu 230 Millionen Dollar für einen Auftritt geboten, doch sie lehnten ab.
(dpa, 1.12.2001)

Chronologie: Stationen einer Weltkarriere

Hamburg - Die Beatles machten in den 60er Jahren eine Weltkarriere, die ohne Beispiel blieb. Die dpa dokumentiert die wichtigsten Stationen des Aufstiegs der vier Musiker aus dem nordenglischen Liverpool:
1957: In Liverpool lernen sich John Lennon und Paul McCartney kennen. Ihrer Gruppe The Quarrymen schließt sich später George Harrison an.
1960: Die Musiker spielen erstmals unter dem Namen The Beatles. Damals noch dabei: Bassist Stuart Sutcliffe und Schlagzeuger Pete Best. Sie werden für mehrere Auftritte in Hamburg engagiert.
1961: Erster Auftritt der Beatles im Liverpooler Cavern Club. Sutcliffe verlobt sich mit der Hamburger Fotografin Astrid Kirchherr, die den Beatles zu den charakteristischen Pilzköpfen verhalf, und verlässt die Band. Brian Epstein wird Manager der Beatles.
1962: Nach einem erfolgreichen Engagement im April 1962 im Hamburger Star Club ersetzt Ringo Starr den Schlagzeuger Pete Best: Die endgültige Besetzung der Beatles steht fest. Die erste Single «Love Me Do» schafft Platz 17 in der britischen Hitparade.
1963: Das Jahr der «Fab Four»: «Please Please Me», «From Me To You» und «She Loves You» werden Nummer-1-Hits. Von 21 Singles, die sie bis 1970 in ihrer Heimat veröffentlichen, schaffen es nur drei nicht auf Platz 1. Die «Beatlemania», die Massenhysterie, beginnt.
1964: Mit «I Want To Hold Your Hand» stürmen die Beatles die Spitze der US-Charts. Das Werk «A Hard Day's Night», als Film, LP und Single, feiert weltweite Erfolge.
1965: Mit dem Album «Rubber Soul» endet die naiv-spaßbetonte Phase der Beatles. Künstlerische Differenzen treten auf, indische Philosophie und Drogen kommen ins Spiel.
1966: Am 29. August geben die Beatles in San Francisco ihr letztes Live-Konzert.
1967: Im August nimmt sich Manager Brian Epstein das Leben - ein entscheidender Einschnitt für die Musiker. Die Band wird intellektueller und introvertierter.
1970: Die Beatles trennen sich am 10. April offiziell. McCartney konzentriert sich mit seiner Frau Linda auf die eigene Gruppe Wings. John Lennon experimentiert mit Yoko Ono in verschiedenen musikalischen Kombinationen. George Harrison landet mit «My Sweet Lord» einen Hit.
1980: Am 8. Dezember wird John Lennon in New York von einem geistesgestörten Fan erschossen.
90er Jahre: Verschiedene Anthologien mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen werden erfolgreich vermarktet.
2000: Das Album «1» mit den Hits der Beatles schafft es in 34 Ländern auf Platz 1. Es verkauft sich rund 30 Millionen Mal.
(dpa, 1.12.2001)

In Liverpool wehen die Flaggen auf halbmast

Liverpool - Liverpool, die Geburtsstadt aller vier Beatles, hat am Freitag, dem 30.11.2001, die britische Flagge über dem Rathaus auf halbmast gesetzt. Im Beatles-Museum und an anderen Orten der Hafenstadt wurden Kondolenzbücher zu Ehren des am Donnerstagabend gestorbenen Ex-Beatle George Harrison (58) ausgelegt.
Bürgermeister Gerry Scott sagte: «George Harrison war einer der größten Söhne von Liverpool. Er war weit mehr als nur ein talentierter Musiker. Er war ein sehr nachdenklicher und mitfühlender Mensch.»
John Chambers von der Liverpooler Beatles-Gesellschaft sprach vom Ende einer Ära: «Bisher hat es immer noch die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der Beatles gegeben. Vielleicht hätte Julian Lennon dabei den Platz seines Vaters einnehmen können. Aber jetzt da George von uns gegangen ist, gibt es keine Chance mehr dafür. Es ist wirklich das Ende eines Traums.»
(dpa, 1.12.2001)

Zitate: Der «stille» Beatle in Selbstzeugnissen

Hamburg - George Harrison galt stets als der «stille» Beatle. Er lebte zuletzt sehr zurückgezogen. dpa dokumentiert einige Aussagen Harrisons der vergangenen Jahrzehnte:
«Die anderen Menschen haben dieses Beatles-Bewusstsein viel mehr als ich. Wenn sie mich sehen, sehen sie einen Beatle. Für mich ist das alles so lange her. Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich dabei war oder ob das eher ein Traum ist.»
«Alles andere kann warten, nicht aber die Suche nach Gott.»
«Das Leben ist wie ein Regentropfen auf einer Lotusblume (...) Entweder du hast viel Glück oder du hast es eben nicht.»
«Für mich ist es ganz sicher, dass wir unseren musikalischen Höhepunkt als Live-Band in Hamburg erreicht hatten. Da wir noch nicht berühmt waren, wurden die Leute von unserer Musik und der wie auch immer gearteten Stimmung angezogen.»
«Ich trete lieber vor 20 Freunden als in einem Stadion auf.»
(dpa, 1.12.2001)

George Harrisons letzte Reise: weltweite Trauer und Gedenkminute

London - Fans in aller Welt sollen den letzten Wunsch von George Harrison erfüllen: Mit einer Schweigeminute, so hat es der ehemalige Beatle vor seinem Tod hinterlassen, sollen sie ihn «auf seiner Reise» begleiten. Diesen Wunsch gaben Harrisons Angehörige in Los Angeles bekannt. Der zum Hinduismus übergetretene Musiker hatte die Stunden nach seinem Krebstod zuvor mit seiner Familie und Gurus der spirituellen Hare-Krishna-Bewegung minutiös geplant - Blumen, Öle und Musik sollten ihm beim Weg in eine neue Existenz helfen.
Harrisons Asche soll in Indien über dem heiligen Fluß Jamuna verstreut werden. Wie am Wochenende bekannt wurde, hatte der 58-Jährige noch kurz vor seinem Tod ein Album aufgenommen. Zum Sterben im Haus seines Freundes Gavin de Becker am Donnerstag in Los Angeles hatte Harrison nach einem Bericht des «Sunday Mirror» seinen Mentor, den legendären Sitar-Spieler Ravi Shankar (81), zu sich gerufen. Zwei weitere Mitglieder der Hare-Krishna-Sekte kamen aus London und Neuseeland. Sie hätten Harrison mit Musik und Gesang auf «seinem Weg zur Reinkarnation» geholfen, sagte Shankar der Zeitung. Dem hinduistischen Glauben zufolge wird jedes Wesen - je nach guten oder schlechten Taten - als Gott, Mensch oder Tier wiedergeboren. «Er hatte einen friedfertigen Ausdruck - von Liebe umgeben.» Im Moment seines Todes habe er wiederholt «Hare Krishna» gerufen.
Harrisons Körper wurde in Tücher gehüllt, mit Blumengirlanden bedeckt, mit Wasser aus dem Ganges besprüht und mit wohlriechenden Ölen gesalbt. «Weihrauch und Gesang füllten den Raum, als er hinüberglitt», schrieb der «Mirror». 20 Minuten später wurde die Leiche in ein Krematorium gebracht und in einem Pappsarg eingeäschert, berichtete das Beerdigungsunternehmen Hollywood Forever nach Angaben der britischen Agentur Press Association.
Nach Presseberichten sind Harrisons Frau Olivia und Sohn Dhani mit der Urne in einem Privatjet zum Familienanwesen auf Hawai geflogen. Die Asche des Musikers soll in Nordindien über dem Fluss Jamuna zerstreut werden. Der Fluss Jamuna hat für gläubige Hindus eine starke mythologische Bedeutung.
Den Beatles hatte Harrison mit der Spiritualität Indiens Ende der 60er Jahre neue musikalische Horizonte aufgezeigt. Privat war er Anhänger der 1966 in New York gegründeten Hare-Krishna-Bewegung. «Wir sind von der weltweiten Flut von Liebe und Mitgefühl für George zutiefst bewegt», hieß es in einer in Los Angeles im Namen seiner Ehefrau Olivia (51) und seinem Sohn Dhani (23) herausgegebenen Erklärung. Harrison-Freund Gavin de Becker fügte nach Angaben von Press Association hinzu: «Olivia und Dhani laden Euch ein, sich mit ihnen in einer Minute der Meditation zu Ehren von Georges Reise zu versammeln, wo immer ihr Euch aufhaltet, montags um 6.30 Uhr abends.»
Nur zwölf Stunden nach dem Bekanntwerden des Todes hatten bereits 5000 Fans bei America Online und Yahoo im Internet ihrer Trauer Ausdruck verliehen. Die Nachfrage nach Harrisons Solo-Alben schoss bei dem Online-Händler Amazon in die Höhe. Allein sein Dreifachalbum «All Things Must Pass» von 1970 wurde innerhalb von Stunden zur Nummer fünf der Top Ten.
Liverpool, die nordenglische Heimatstadt der Beatles, plant einen Gedenkgottesdienst für Harrison. Wegen des erwarteten Rummels hatte der stille Beatle nicht auf seinem Luxusanwesen in Henley bei London sterben wollen, hieß es. Die schweizerische «SonntagsZeitung» berichtete, Harrison habe noch im August erwogen, sich in einer malerisch gelegenen Villa im Tessin niederzulassen.
In den Monaten vor seinem Krebstod hat Harrison nach einem Bericht der «Sunday Times» (London) ein «letztes geheimes Album» aufgenommen. In ironischer Anspielung auf seine herausragende Rolle in der Musik mit Epoche machenden Songs wie «Something» oder «Blow Away» habe er dem Album den Titel «Portrait of a Leg End» gegeben. Anders als auf seiner letzten Single «Horse to Water» nahm Harrison darin keinen Bezug auf seine Krankheit. Er arbeitete aber die «traumatische Erfahrung» des Anschlags auf ihn in Henley Ende 1999 musikalisch auf. Harrisons Plan, sein letztes Album im Oktober zu veröffentlichten, wurde von seiner Krankheit durchkreuzt, berichtete die Zeitung. Seiner Familie hinterlässt der Ex-Beatle nach Berichten ein Erbe von umgerechnet 380 Millionen Mark (120 Mio Pfund/196 Mio Euro).
(Von Anna Tomforde, dpa, 3.12.2001)

Ende einer Legende -> Schweigen für George Harrison

George Harrisons Familie ist überwältigt von der allgemeinen Anteilnahme über den Tod des Ex-Beatles. In einer Erklärung heißt es: "Wir sind tief berührt von den vielfachen Äußerungen der Liebe und des Mitgefühls in aller Welt." Harrisons Frau Olivia und Sohn Dhani luden darin auch alle über Harrisons Tod Betroffene am Montag, dem 3.12.01, zu einer Schweigeminute um 19.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ein: "Olivia und Dhani laden Euch ein, sie in einer Minute der Meditation zu Ehren der Reise von George zu begleiten, wo immer ihr auch sein möget."
Liverpool, die Geburtsstadt der Beatles, hat für Montagabend zu einer Wache bei Kerzenlicht und einer Schweigeminute im Stadtzentrum aufgerufen. "Dies ist unsere Ehrerbietung an George Harrison", erklärte der Stadtratsvorsitzende Mike Storey. Er rechnet mit bis zu 6000 Teilnehmern. Nach der Ermordung von John Lennon im Dezember 1980 hatte auf demselben Platz ein Konzert zu dessen Ehren stattgefunden.
Abschied in aller Stille: Im Gegensatz zu anderen Kultstars wie Jim Morisson von den Doors bekommt George Harrison kein Grab. Wie ein Bestattungsunternehmen in Los Angeles bestätigte, wurde Georges Körper in einem Pappsarg bereits eingeäschert. Lediglich seine Familie habe zuvor bei einer privaten Zeremonie vorher Abschied von dem Musiker genommen. Harrisons Überreste werden später in Indien in den Fluten eines Flusses übergeben. Das hatte der Ex-Beatle zu Lebzeiten so verfügt.
Offenbar hatte Harrison trotz seines Krebsleidens den Sinn für Humor auch in seinen letzten Monaten nicht verloren. Seinem Album, das er ursprünglich im Oktober herausbringen wollte, gab er den zweideutigen Namen "Portrait of a leg end", - je nach Aussprache könnte der Albumtitel somit als "Porträt einer Legende" oder "Portrait über das Ende eines Beines" gedeutet werden. Demnach spielte Harrison die Songs noch Tage vor seinem Tod in der Klinik seiner Familie vor. Das schreibt die "Sunday Times". Anders als in seiner letzten Single "Horse to water" spielte sein Krebsleiden in den letzten neuen Songs keine Rolle.
(mdr-Newsletter, 3.12.01)

Abschied von George Harrison - Am Ufer des Ganges und in aller Welt

London - Dieser Abschied von der Welt war der letzte Wunsch von Ex-Beatle George Harrison: In der heiligen indischen Stadt Varanasi (Benares) sollten seine Frau Olivia und sein Sohn Dhani seine Asche in den Fluss Ganges streuen. Und gleichzeitig waren am Montagabend (3.12.) um 22.30 Uhr MEZ all jene, die rund um den Globus den Musiker betrauern, zu einer Gedenk- und Meditationsminute eingeladen.
Mahamantra Das, ein Sprecher der hinduistischen Hare-Krishna-Sekte in Neu Delhi, hatte erst wenige Stunden vor der Zeremonie im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesch in einem Gespräch mit dem britischen Rundfunk BBC den Schleier des Geheimnisses um Harrisons letzten Weg gelüftet. Außer in Varanasi, wo in jedem Jahr mehr als eine Million hinduistische Pilger im Wasser des Ganges ein rituelles Bad nehmen, solle ein Teil der Asche Harrisons auch an zwei anderen heiligen Orten verstreut werden: in Allahabad und Brindavan.
Schon drei Stunden vorher wollten sich am Montagabend in Harrisons Heimatstadt Liverpool die Fans des Musikers zu einer Gedenkminute versammeln, zu der die Stadt aufgerufen hatte. Rund 6000 Menschen wurden erwartet. In Deutschland nahmen Hunderte Menschen im Beatles- Museum in Halle (Sachsen-Anhalt) Abschied von Harrison. Spontan wurden Blumen und Kerzen als Dank vor dem Museumstor abgelegt. Das Museum öffnete extra wegen der Schweigeminute zwischen 22 und 23 Uhr.
In Rom wurden im Gedenken an Harrison am Wochenende spontan Konzerte organisiert. Eros Ramazzotti erinnerte beim Abschlusskonzert seiner Welttournee in Mailand an den Ex-Beatle. Bei einer Preisverleihung des Musiksenders VH1 in Los Angeles spielte Jon Bon Jovi den von Harrison geschriebenen Beatles-Hit «Here Comes The Sun» und sagte dann: «Du wirst uns fehlen, George.»
Weggefährten der Beatles aus Hamburger Zeiten wollen ihn mit einer Gedenk-Party ehren. Noch im Dezember sollen in St. Pauli mit Beatles-Revival-Bands und Live-Mitschnitten der legendären Pilzköpfe die «Fab Four» gefeiert werden. Londoner Musikgeschäfte berichteten, das Harrison-Album «All Things Must Pass» (Alle Dinge müssen vergehen) sei ausverkauft.
Die Boulevardzeitung «The Sun» begann eine Kampagne, um eine Neuauflage des Harrison-Hits «My Sweet Lord» zu erreichen, die zu Weihnachten auf Platz Eins der Hitparade landen könne. Wie am Wochenende bekannt wurde, hatte Harrison noch kurz vor seinem Tod ein neues Album mit 25 Titeln aufgenommen.
Bisher hatte es geheißen, die Asche des am Donnerstag in Los Angeles an Krebs gestorbenen 58-jährigen Musikers werde im Fluss Jamuna, einem Zufluss des Ganges, verstreut. Mahamantra Das sagte am Montag, Harrisons Witwe Olivia (53) und Sohn Dhani (23) wollten in Varanasi unerkannt bleiben und betrachteten ihren Aufenthalt in der Stadt als «sehr privat». «Er war ein aufrichtiger Gläubiger», sagte Das. Mitglieder der Hare-Krishna-Bewegung in aller Welt hätten für die Seele Harrisons gebetet. Mit der Zeremonie am Ufer des Ganges werde der Übergang seiner Seele in das ewige Bewusstsein symbolisiert. Der zum Hinduismus übergetretene Musiker hatte die Stunden nach seinem Tod mit seiner Familie und Gurus der Hare-Krishna-Bewegung minutiös geplant. Für Hindus gilt es als erstrebenswert, in Varanasi zu sterben.
(dpa, 3.12.01)

Beatles-Fans gedachten George Harrisons

Tausende von Beatles-Fans haben bei einem stillen Gedenken Abschied genommen von George Harrison. Im Central Park in New York versammelten sich Hunderte von Trauernden um 16.30 Uhr Ortszeit zu einer symbolischen Minute der Meditation. Die Familie des am vergangenen Donnerstag gestorbenen Ex-Beatle hatte für diese Zeit zum weltweiten Gedenken aufgerufen. Anschließend wollten Harrisons Frau und sein Sohn in der heiligen indischen Stadt Varanasi seine Asche in einen Zufluss des Ganges streuen.
(MZ-Newsticker, 3.12.01)

Trauer - Beatles-Fans nehmen Abschied von Harrison - Stilles Gedenken - Asche wird in Indien verstreut

Neu Delhi/London/dpa. Die Asche des Ex-Beatles George Harrison soll in einer streng privaten Zeremonie in den indischen Fluss Ganges gestreut werden. Ein Sprecher des Krishna-Tempels in Neu Delhi sagte am Dienstag (4.12.): «Das ist ein sehr privates Ritual. Nur enge Angehörige und Freunde dürfen dabei sein.» Nach hinduistischer Sitte wird Harrisons Sohn Dhani (23) die Asche in den heiligen Fluss streuen. Die Witwe Olivia (53) nehme an dem Ritual teil.
Harrison (58) war am Donnerstag in Los Angeles an Krebs gestorben und wenige Stunden später eingeäschert worden. Er war seit den 60er Jahren ein Anhänger der hinduistischen Hare Krishna-Bewegung. Harrisons Asche solle am Dienstag oder Mittwoch in den Fluss gestreut werden, sagte der Tempel-Sprecher. Er wollte nicht sagen, ob die Zeremonie in Varanasi (Benares) oder an einem anderen heiligen Ort stattfindet.
Am Montag hatte ein Hare Krishna-Sprecher gesagt, außer in Varanasi solle ein Teil der Asche in Allahabad und Brindavan verstreut werden. Am Montagabend waren Beatles-Fans in Großbritannien und in aller Welt dem Aufruf der Harrison-Familie zu einer Meditationsminute gefolgt. In London zündeten die Menschen vor den Studios an der Abbey Road Kerzen an und legten Botschaften nieder. In Liverpool, der Geburtsstadt der vier Beatles, kamen trotz Eiseskälte über 1000 Fans vor dem Rathaus zusammen und klatschten im Takt zu Harrisons Hit «My Sweet Lord». Ihre Kerzen wurden vom Seewind ausgeblasen, doch einige hatten Sturmlaternen mitgebracht. Auch Gitarren und Bilder des Musikers wurden hoch gehalten. Der Bürgermeister von Liverpool, Gerry Scott, sagte, Harrison habe «eine ganze Generation geprägt» und Menschen in aller Welt angesprochen.
Im Central Park in New York versammelten sich Hunderte von Trauernden vieler Nationalitäten zu einer symbolischen Minute der Meditation. Dazu waren sie in dem mit Kerzen und Blumen geschmückten Teil des Parks zusammen gekommen, der nach einem Song der legendären Band «Strawberry Fields» genannt wird. Nach dem stillen Gedenken sangen viele wie bereits am Morgen nach Harrisons Tod noch einmal Beatles-Songs zur Gitarre.
Auch im Beatles-Museum in Halle fanden sich Verehrer mit Kerzen und Blumen ein. Anschließend gab es Harrison-Musik. Das 1989 gegründete Museum zeigt in zehn Räumen über 5000 Originalexponate. «Ich bin Beatles-Fan seit meinem 14. Lebensjahr», sagte der heute 51- jährige Wolfgang Priebsch. «Mit ihrer Musik konnte ich in der DDR manche schlimmen Stunden leichter ertragen.»
Nach einem Bericht des «Daily Telegraph» hat George Harrison Hare Krishna etwa 20 Millionen Pfund (über 60 Millionen Mark/über 30 Millionen Euro) hinterlassen. Mehrere Millionen Pfund gingen demnach auch an einige nicht näher genannte wohltätige Stiftungen. Den größten Teil des auf 214 Millionen Pfund geschätzten Vermögens hätten jedoch seine Frau Olivia und sein Sohn Dhani geerbt. Seine Schwester Louise (70) habe dagegen nur wenig bekommen. Ihr hatte Harrison vorgeworfen, mit ihrem 1995 eröffneten «Hard Day's Night»-Hotel in den USA auf Kosten der Beatles Kasse machen zu wollen. Kurz vor seinem Tod hatten sie erstmals seit Jahren wieder kurz miteinander gesprochen.
(dpa, 4.12.01)

Blumen und Kerzen in Beatles-Museum in Halle

Halle/dpa. Auch im Beatles-Museum in Halle hat am Montagabend eine Gruppe von Fans um 22.30 Uhr mit einer Schweigeminute Abschied von Ex-Beatle George Harrison genommen. Von den Besuchern wurden Blumen und Kerzen mitgebracht, anschließend gab es Musik von George Harrison. «Eigentlich habe ich nicht mit soviel Anteilnahme gerechnet, und bin jetzt sehr angenehm überrascht», sagte Museums-Betreiber Rainer Moers.
Auch zuvor hatten seit dem Bekanntwerden des Todes von Harrison viele Menschen im Beatles-Museum in Anrufen, E-Mails und per Fax ihre Trauer und Betroffenheit zum Ausdruck gebracht. Das Museum zeigt in seinen zehn Räumen auf 350 Quadratmetern über 5 000 Originalexponate. «Reliquien» wie etwa eine Brille von John Lennon oder eine Hose von Ringo Star wird man allerdings nicht finden. Die Schau zeichnet die musikalische Entwicklung der Beatles von den frühen 60-iger Jahren über die Auflösung der Gruppe 1970 bis zu den Solokarrieren von George, John, Paul und Ringo nach.
Das Beatles-Museum wurde am 18. Juni 1989 in Köln gegründet und existiert seit dem 8. April 2000 in Halle.
(dpa, 4.12.01)

Sterbeort von George Harrison weiterhin rätselhaft

Los Angeles/dpa. Zwei Wochen nach dem Tod von Ex-Beatle George Harrison ist der genaue Sterbeort des Musikers immer noch rätselhaft. Die amtliche Todesurkunde weist eine Adresse von Harrisons Ehefrau Olivia in Beverly Hills auf. Wie die «Los Angeles Times» berichtet, ist die Adresse aber nicht auffindbar. Nachdem der 58-jährige Musiker an Krebs gestorben war, gab seine Familie in Los Angeles eine Todes- Bekanntmachung ohne Ortsangabe heraus. Wenige Tage später soll Harrisons Asche in den indische Fluss Ganges gestreut worden sein.
(dpa, 14.12.01)

Lieblingsstücke im Museum

Bootles werben für die Beatles
Rainer Moers mag besonders seine «falschen Pilzköpfe»
Von Manuela Bank
Halle/MZ. Bunt, vielfältig und groß ist die Welt der Beatles am Alten Markt. Unzählige Exponate befinden sich auf fast 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche in diesem einzigartigen Museum und alle haben natürlich etwas mit der legendären Band aus Liverpool zu tun. Allzu lange muss Museums-Inhaber Rainer Moers zwar nicht überlegen, welches der Ausstellungsstücke sein liebstes ist. Doch leicht fällt es dem Wahlhallenser, der Anfang 2000 mit seinem Museum aus Köln an die Saale kam, nicht: Es sind zu viele schöne Stücke, die er seit 1964 zusammengetragen hat - seltene Schallplatten, Originaldokumente, kuriose Fanartikel. Die Frage nach seinem Lieblingslied beantwortet der Beatles-Fan der ersten Stunde, wenn auch scherzhaft, schneller: "I am the Walrus", sagt der 51-jährige Moers lachend und verweist auf seinen Bart, der ihm Walross-artig über die Lippen hängt.
Die Wahl seines liebsten Ausstellungsstückes fällt auf einen Flipper von 1967. Das Geldspielgerät, erinnert sich Moers, war für ihn selbst eine Überraschung: Vor fünf Jahren hatte sein Partner Matthias Bühring, der mittlerweile verstorben ist, den Automaten im Keller eines Kölner Lokals entdeckt. Voll funktionsfähig stand er dort und war doch bereits vergessen. Für 1000 Mark nahmen Moers und Bühring das gute Stück unter ihre Fittiche. Das Besondere daran? Der Flipper wirbt zwar für die vier Pilzköpfe, der Name der Beatles steht jedoch nicht drauf. Und niemand, so fügt Moers hinzu, hätte vor diesem Fund ernsthaft vermutet, dass es so eine Art "Werbeartikel" überhaupt gab.
Die Erklärung für die Rarität ist trotzdem einfach: Die Beatles - oder besser deren Manager Brian Epstein - wollten keine Werbung auf Spielautomaten. So behalfen sich die Flipper-Gestalter anders. Sie arbeiteten mit Anspielungen und Abwandlungen, damit jeder verstand, welche Band auf dem Automaten abgebildet ist. Nicht nur die Pilzköpfe selbst, sondern auch abgewandelte Zitate aus ihren Liedern, wie "Yayaya" statt "Yeah, Yeah, Yeah", oder der frappierend ähnliche Bandname "The Bootles" verweisen eindeutig auf die englischen Stars.
Stolz ist Moers jedoch nicht nur auf das einmalige Stück, sondern auf die gesamte Sammlung in seinem Museum, das 70 bis 80 Besucher pro Tag zählt. Dazu ist das Beatles-Museum ein Beispiel dafür - betont der ehemalige Musik-Journalist - "wie sich eine kulturelle Einrichtung selbst trägt". Ein Versandhandel rund um die Beatles finanziere zum großen Teil die Schau. Auch dieses notwendige Geschäft betreibt Moers fast alleine. Deswegen kommt demnächst ein Auszubildender ins Museum. In zehn Jahren, will Moers sich zur Ruhe setzen. Das Beatles-Museum soll es aber weiter geben, dann vielleicht sogar mit ein paar Schallplatten aus exotischen Ländern, nach denen Moers seit langem fahndet.
"Mitteldeutsche Zeitung", 3.1.2002

Beatles-Musical in Halle

Beatles-Party
Revival der Pilzköpfe
Schräge Klamotten im Stile der Sixties im Rolltreppen-Center
Halle/MZ. Sieht man bunte, ausgeflippte Klamotten im Stile der Sixties auf einem Haufen, dann können die Beatles nicht weit sein - jedenfalls war genau das am vergangenen Samstag im Stadtcenter Rolltreppe der Fall. Bei einer bunten Beatles-Party hatten nicht nur die, die seit den Sechzigern Fan der Popgruppe sind, großen Spaß.
Auch erstaunlich viele Jugendliche waren zum Sixties-Revival gekommen. Und tanzten genauso ausgelassen wie die Eltern-Generation zu den bekannten Klängen, die die Band "Nowhere Men" und der John Lennon-Imitator Axel Thierbach zum Besten gaben. Höhepunkt des Abends war aber zweifellos die Wahl von zwölf Statistinnen, die bei einem Gastspiel des Musicals "She Loves You" in der Händel-Halle auftreten werden. Dort sollen sie am 27. Januar dem Titel des Stückes alle Ehre machen: Als Beatles-Groupies, die Unterwäsche auf die Bühne werfen, brauchen sie kaum mehr zu können als eins: Kreischen. Dementsprechend zählten beim Casting, bei dem das Publikum als Jury fungierte, auch nicht Gesangs- oder Tanzkünste, sondern einfach ein ausgeflipptes Outfit und ein witziger Spruch, in dem die ultimative Begabung als kreischender Statist dargelegt werden sollte. Und diejenigen, die mit Begründungen wie "Weil ich mir extra eine Choreografie zu einem ihrer Songs ausgedacht habe" oder "Weil man bei einem Beatles-Fan wie meinem Vater einfach auch einer werden muss" zu den Gewinnern zählten, bedankten sich nicht selten mit gekonnten Twist-Schritten und schüttelndem Haar.
MZ, 17.1.2002

George Harrison wieder an der Spitze der britischen Hitparade

London - Ex-Beatle George Harrison, der im November im Alter von 58 Jahren an Krebs starb, ist mit seinem Lied «My Sweet Lord» wieder auf Platz eins der britischen Hitparade. Die erstmals 1971 nach dem Auseinanderbrechen der Beatles veröffentlichte Platte verdrängte nur gut eine Woche nach der Neu-Auflage das Lied der im August bei einem Flugzeugabsturz in der Karibik umgekommenen Sängerin Aaliyah, «More Than A Woman».
«My Sweet Lord» war der erste und größte Soloerfolg Harrisons. Ohne die Beatles kam er nur insgesamt acht Mal in die Top Ten, darunter 1987 mit «Got My Mind Set On You». Harrisons Witwe Olivia hatte dem erneuten Herausbringen des religiösen Liedes unter der Bedingung zugestimmt, dass der Gesamterlös einer von Harrison gegründeten Hilfsorganisation für Kinder zu Gute kommt.
Der Erfolg von «My Sweet Lord» war durch ein Gerichtsverfahren getrübt worden, in dem festgestellt wurde, das Lied sei ein Plagiat des Songs «He's So Fine» von den Chiffons.
(dpa, 21.1.2002)

Yoko Ono mietet Werbetafel für Lennons Friedensbotschaft

London - Yoko Ono, Witwe des ermordeten Beatle John Lennon, hat am Londoner Piccadilly Circus eine Werbetafel gemietet, um eine Friedensbotschaft Lennons zu verbreiten. Umgeben von den Leuchtreklamen multinationaler Konzerne können die Passanten jetzt die Zeile «Imagine all the people living life in peace» aus Lennons Lied «Imagine» lesen. Nach den Ereignissen vom 11. September dachte sie, es sei wichtig, die Menschen an diese Botschaft zu erinnern, denn die Welt braucht Frieden, ließ Ono in London erklären.   (dpa, 4.3.2002)

Paul McCartney nach neunjähriger Pause auf US-Tournee

Paul McCartney tourt seit langem mal wieder - durch die USA. Oakland - Ex-Beatle Paul McCartney hat am Montagabend im kalifornischen Oakland seine Konzert-Tour durch 19 amerikanische Städte eröffnet: 18 000 Menschen jubelten dem Musiker in dem ausverkauften Stadium zu. Nach neunjähriger Pause ist der 59-Jährige damit erstmals wieder auf Tournee. Nach dem Auftaktkonzert in Oakland sind unter anderem Auftritte in New York, Los Angeles, Denver und Las Vegas geplant. Die teuersten Eintrittskarten für McCartneys Auftritt im MGM Grand Hotel in Las Vegas sollen 350 Dollar (rund 400 Euro) kosten. Die ursprünglich nur 12 Konzerte umfassende «Driving USA»-Tour wurde wegen großer Nachfrage auf sieben Wochen und zusätzliche Städte ausgedehnt. Die meisten Shows waren in weniger als 20 Minuten ausverkauft. Bei seinen Auftritten will McCartney Lieder von seinem jüngsten Album «Driving Rain» sowie Songs von den Beatles, Wings und seinen Solo-Alben spielen. Im Dezember 1993 hatte der Ex-Beatle seine letzte, einjährige Konzertreise «New World Tour» durch 19 Länder beendet.
dpa, 3.4.2002  

George Harrisons Familie empört über Freilassung von Attentäter

London/dpa. Mit «Wut und Bestürzung» hat die Familie von Ex- Beatle George Harrison auf die Nachricht reagiert, dass zweieinhalb Jahre nach einem Anschlag auf Harrison der Täter freigelassen wird. Der 36 Jahre alte Michael Abram wurde von einem Expertengremium unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt, teilte die Prüfungskommission für Geisteskranke in London mit. Abram hatte Harrison 1999 überfallen und schwer verletzt. Witwe Olivia und Sohn Dhani teilten mit, sie würden den Schock der brutalen Tat niemals vergessen.
MZ online, 4.7.02

John-Lennon-Locke in der Börde

Ummendorf - Sie ist dunkelblond, wenige Zentimeter lang, und wuchs auf einem der bekanntesten Pilzköpfe der Welt: eine Locke von John Lennon. Seit gestern (19.7.02) lagert sie im Börde-Museum Burg Ummendorf (Bördekreis) und wird dort demnächst in der Ausstellung "Beatles & Stones" gezeigt.
Die Besitzerin der Lennon-Locke, Barbara Rüttkopf aus Norden in Ostfriesland, brachte das Erinnerungsstück persönlich zu Museumsleiter Thomas Ruppel in die Börde. Die Geschichte des Haarteils: Im Jahr 1966, vor den Dreharbeiten für den Film "Wie ich den Krieg gewann", musste sich der Beatle für die Rolle eines Soldaten seiner Mähne entledigen. Das Jugendmagazin Bravo machte aus dem Haarschnitt eine Gewinnaktion. Es regte seine Leser zum Dichten an und verloste zehnmal eine Locke samt Autogramm-Band. Barbara Rüttkopf, damals 13 Jahre alt und in Uelzen zu Hause, reimte einen Sechszeiler auf den Beatle und gewann. "Die Locke kam per Post, in einem Tütchen", erzählt die heutige Grundschullehrerin. Zusammen mit einem Zertifikat ("This is an original curl of John Lennon") und dem siegreichen Gedicht wurde die Strähne unter Glas gelegt, hatte eine Zeit lang einen Ehrenplatz und geriet im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit.
Erst Gerd Coordes aus Verden, Organisator der "Beatles & Stones"-Schau, brachte die Rarität zu neuen Ehren. Er machte Barbara Rüttkopf ausfindig, die Locke wurde Leihgabe. Ab dem 14. September kann man sie in Ummendorf bestaunen.
Von Anja Hintze   (MRSA)
Voksstimme, 20.7.02

Tausende bei Gedenk-Konzert für George Harrison in London

Ein Jahr nach dem Tod von George Harrison haben am Abend viele seiner Freunde mit einem Konzert in der Royal Albert Hall in London an den Ex-Beatle erinnert. Auf der Bühne standen auch die Ex-Beatles- Mitglieder Sir Paul McCartney und Ringo Starr sowie Eric Clapton und Tom Petty. 5000 Menschen erlebten das Konzert. Der Erlös kommt einem Wohltätigkeitsfonds zu Gute. Kürzlich war sein letztes Album «Brainwashed» veröffentlicht worden, an dem Harrison noch mit Sohn Dhani und ELO-Frontman Jeff Lynne gearbeitet hatte.
MZ-online, 29.11.2002

Yoko Ono verzichtet auf Klage gegen McCartney - Streit geht weiter

Yoko Ono verzichtet auf eine Klage gegen Paul McCartney.
New York - Im Streit mit Paul McCartney um die Autoren- Nennung bei zahlreichen Beatles- Songs hat John Lennons Witwe Yoko Ono auf eine gerichtliche Klage verzichtet. Nach dem Motto der Beatles-Hymne «Give Peace a Chance» (Gib dem Frieden eine Chance) will Ono jedoch nicht verfahren. Sie sei entrüstet über McCartneys Versuch, «die Beatles-Geschichte umzuschreiben», sagte ihr Sprecher Elliot Mintz nach US- Medienberichten vom Mittwoch. Ono erwarte, dass eine alte Abmachung, wonach Songs der beiden Beatles unter «Lennon- McCartney» veröffentlicht werden, auch weiterhin Gültigkeit habe.
Bei dem seit langem gärenden Streit geht es darum, dass McCartney bei Neuveröffentlichungen von Beatles-Songs seinen Namen vor dem des einstigen Bandleaders sehen will. Erstmals hatte er auf dem Cover seines kürzlich erschienenen Doppelalbums «Back in the U.S. Live 2002», auf dem Mitschnitte seiner letzten US-Tournee zu hören sind, bei 19 Titeln «Paul McCartney and John Lennon» als Songautoren genannt. «Das ist zweifellos versuchter Beatles- Revisionismus», erklärte Mintz. Im Gegensatz zu Medienberichten vom Dienstag, wonach Ono deswegen McCartney vor Gericht bringen wolle, habe sie aber längst von einer Klage Abstand genommen.
Derweil erklärte McCartneys Sprecher Geoff Baker, die seit langem bestehenden Meinungsverschiedenheiten seien «keine entscheidende Angelegenheit». Zugleich machte er klar, dass McCartney auf seinem Standpunkt beharrt: «Selbst wenn Paul 95 Prozent oder mehr von manchen Songs geschrieben hat, verlangt er ja nicht, dass Lennons Name getilgt wird. Er sollte halt bloß nicht als erster erscheinen.» Anders als von Ono behauptet, habe es zwischen McCartney und dem Chef-Beatle nie ein feste Abmachung darüber gegeben, wer zuerst als Songautor genannt werden soll.
Die Auseinandersetzungen, die nun mit der Veröffentlichung des McCartney-Albums einen neuen Höhepunkt erreichten, waren schon vor sieben Jahren an die Öffentlichkeit gelangt. 1995 hatte McCartney Lennons Erbin um Zustimmung dafür gebeten, dass er im Rahmen der «Anthology»-Serie seinen Namen vor dem des 1980 ermordeten Lennon nennt. Ono hatte empört abgelehnt. «Das ist genau einer der Gründe dafür, dass wir nicht die besten Freunde sind», hatte McCartney Jahre später in einem Interview gesagt. Tatsächlich hatte der Streit noch viel früher als 1995 begonnen.
Und im Hintergrund geht es durchaus nicht nur um die Ehre, sondern auch um Geld. Nachdem McCartney den Welthit «Yesterday» - nach Überzeugung von Musikhistorikern - nicht nur allein geschrieben, sondern zunächst auch allein aufgenommen hatte, stimmte er bei der Veröffentlichung 1965 zu, dass Lennon mit als Autor genannt wird. Ono habe an dem Song «zu bestimmten Zeiten mehr verdient als ich», klagte McCartney vor zwei Jahren in einem Interview.
dpa, 18.12.2002

Beatles Yoko Ono gibt Halleschem Museum Interview

Debatte um Reihenfolge der Autoren Lennon/McCartney geht weiter
erstellt 28.04.03, 09:12h
Halle/dpa. Das Beatles-Museum in Halle ist um eine Attraktion reicher. Yoko Ono, die Witwe des im Dezember 1980 in New York ermordeten John Lennon, hat Museumsinhaber Rainer Moers per Telefon ein Exklusiv-Interview über ihr Leben mit dem Beatle gegeben. «Der deutsche Wortlaut des Ono-Interviews ist im Mai in der 100. Ausgabe des Hausmagazins "Things" abgedruckt und für drei Euro im Museum erhältlich. Dazu kostenlos beigelegt ist die Originalaufnahme auf CD», sagte Moers in einem dpa- Gespräch.
«Natürlich habe ich sie auch nach neuen CD-Veröffentlichungen in Sachen Beatles gefragt. Mrs. Ono erklärte alles sehr freundlich und aufgeschlossen», sagte Moers. Nur als er auf das Streitthema zur Copyright-Namensnennung zwischen Lennon und Paul McCartney zu sprechen kam, sei sie einsilbig geworden, sagte der Beatles-Experte. «Der Streit um die Autorenvorherrschaft zwischen Lennon und McCartney schwelt schon seit 1975. Damals hatte Lennon nicht reagiert und die Medien das Problem nicht thematisiert», erläuterte Moers. Ursprünglich hatten die beiden vereinbart und auch praktiziert, immer Lennon/McCartney als Namensfolge zu benutzen, egal wer mehr zu einem Lied beigetragen hat. «Jetzt hat es McCartney auf der neuen Live-Doppel-CD "Back in the World" einfach wieder probiert», sagte der Museumsdirektor. Bei den Beatles-Songs steht nun in der Autorenzeile McCartney vor Lennon.
Offenbar will der Ex-Beatle, wie Kritiker vermuten, seinen Anteil an den Liedern der vier Liverpooler im Zusammenhang mit seiner aktuellen Welttournee aufwerten. Bereits 2001 hatte sich McCartney in einem Interview mit der Londoner Zeitschrift "Radio Times" über Ono beklagt: «Ich habe sie um den Gefallen gebeten, ob in der Beatles-Anthologie bei "Yesterday" zumindest mein Name vor dem von John aufgeführt werden könnte, aber sie hat sich geweigert.» «Dabei haben Ono und McCartney noch 1995 zum 50. Jahrestag des Atombombenabwurfs gemeinsam das Lied "Hiroshima's sky is always blue" aufgenommen und nach Japan geschickt», berichtet Moers. Das Museum imn Halle ist nach eigenen Angaben die weltweit größte öffentliche Einrichtung zum Thema Beatles. Seit der Eröffnung am 8. April 2000 in der Saalestadt kamen bislang rund 53 000 Besucher in das Museum. In einem sanierten Barockgebäude werden in zehn Räumen auf 350 Quadratmetern unzählige Exponate aus dem 5000 Stücke-Fundus zum Thema Beatles gezeigt. Jährlich kommen mehrere hundert Stücke hinzu. Die Sammlung zeichnet die musikalische Entwicklung der legendären Band von den frühen 60er Jahren über die Auflösung 1970 bis zu den Solokarrieren von George, John, Paul und Ringo nach.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung online, 28.4.2003

Paul McCartney zurück in Hamburg: «Schön, nach Hause zu kommen»

Von Britta Körber, dpa Hamburg -

Wie ein alter Bekannter wurde Paul McCartney bei der Rückkehr in die heimliche Geburtsstadt der Beatles gefeiert - und er bedankte sich bei den 28 000 begeisterten Hamburgern mit einer emotionalen Reise in die Vergangenheit. «Hummel, hummel. Es ist ein schönes nach Hause- Kommen, meine kleinen Hamburger», rief die 60 Jahre alte Rock-Legende am Mittwochabend in die gut gefüllte AOL- Arena. Die Hansestadt war die fünfte und letzte Station seiner Deutschland-Tour.
«Es ist großartig, wieder einmal zurückzukommen, ich habe so viele Erinnerungen an die Große Freiheit, den Star-Club und den Kaiserkeller», schwärmte Sir Paul. Mehr als 40 Jahre ist es her, dass die vier damals noch unbekannten «Pilzköpfe» durch die Hamburger Szene zogen. Nach ihrer Rückkehr nach Liverpool waren sie auf einmal die in Deutschland verehrte Band, sie waren über Nacht erwachsen geworden. Aus dieser Zeit hat McCartney immer noch Freunde in der Hansestadt und etliche Brocken Deutsch im Repertoire. «Mein Deutsch habe ich in der Schule gelernt. Und auf der Reeperbahn.»
Mit einer Deutschland-Fahne rannte der junggebliebene «Oldie» in Hamburg über die Bühne, rockte zu den Klassikern seiner Karriere. Fit und durchtrainiert wirkte der Ex-Beatle, der seit Jahren Vegetarier ist. Begleitet wurde Sir Paul von vier jungen Musikern: Drummer Abe Laboriel junior, Rusty Anderson und Brian Ray an den Gitarren und Paul Wickens am Keyboard. Doch Star des dreistündigen Konzerts blieb Paul McCartney. Und der genoss es sichtlich, auch wenn seiner faszinierenden Stimme beim 101. Auftritt seiner Welttournee «Back In The World» die große Beanspruchung anzumerken war.
Fast 40 Lieder sang der Alleskönner, der sich selbst am Klavier, mit der Gitarre oder Ukulele begleitete. Mehrere Leinwände zeigten Bilder der Beatles, die Bühnenshow blieb aber eher schlicht. Nicht lange hielt es das zum Teil gleichaltrige Publikum bei kühlen 13 Grad und Nieselregen auf den Sitzen. Zu «Hey Jude», «Let It Be», «Yesterday» und «Lady Madonna» heizte der Pop-Künstler ein. Auf die Frage: «Wollt Ihr mehr?» gab es nur eine Antwort, die ihn zu fünf Zugaben animierte. Doch selbst danach gab es Pfiffe, als Sir Paul endlich nach Hause wollte.
(dpa) 23.5.2003

 

Früherer Beatles-Chauffeur gestorben

Paul, John, Ringo und George: Ihr Ex-Chauffeur hat seine letzte Reise angetreten.

London (dpa) - Der ehemalige Beatles-Chauffeur Alf Bicknell, der die «Fab Four» zu dem Hit «Baby You Can Drive My Car» inspirierte, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Das teilte der frühere Beatles-Promoter Sam Leach in London mit. Nach seinen Angaben starb Bicknell am Dienstag zu Hause in Oxford. «Er hat immer mit großer Begeisterung von seiner Zeit mit den Beatles erzählt», sagte Leach über den Fahrer. Bicknell war 1964 bei den Filmaufnahmen für «Help!» von den Beatles angestellt worden. An das Treffen zwischen den Boys aus Liverpool und Elvis Presley 1965 habe sich Bicknell stets besonders gerne erinnert. Elvis habe ihn die ganze Zeit mit «Sir» angeredet, wusste Bicknell nach Angaben des Sprechers zu erzählen.

(C) news.de, 10.3.2004

Mal Evans´ Archiv in Australien aufgetaucht

Beatles-Schatz im Flohmarkt-Koffer
All You Need Is - nein, nicht Liebe, sondern Glück. Das hatte ein britischer Tourist, der auf einem australischen Flohmarkt einen ausrangierten Koffer erstand. Inhalt des 35 Euro teuren Schnäppchens: das legendäre "Mal Evans Archiv" mit unveröffentlichten Tonbandaufnahmen der Beatles. DPA Kultband Beatles: Neues Material von den berühmtesten Pilzköpfen der Welt London - Wie die englische "Times" am Dienstag berichtete, handelt es sich bei dem Fund wahrscheinlich um ein seit Jahrzehnten verschollenes, äußerst kostbares Beatles-Archiv. Entdeckt wurde der musikalische Schatz in einem Koffer, den ein Tourist auf einem Flohmarkt im australischen Lara bei Melbourne gekauft hatte. Beatles-Experte Peter Doggett vom Londoner Auktionshaus Christie's schwärmte von "neuem Material", das mehrere hunderttausend Pfund wert sein könnte. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der Entdeckung, zu der viereinhalbstündige Tonbandaufnahmen sowie Schallplatten und 400 Fotografien gehören, um das so genannte "Mal Evans Archiv". Evans hatte in den sechziger Jahren als Roadie für die Beatles gearbeitet und alles gesammelt, was mit den Pilzköpfen zu tun hatte. Mitte der siebziger Jahre schrieb er ein Buch über seine Zeit mit der britischen Kultband. 1976 wurde er in Los Angeles erschossen, seine Sammlung galt seitdem als verschwunden. Auf den Tonbändern sollen bisher nicht veröffentlichte Versionen der Hits "We Can Work It Out" und "Cry Baby Cry" zu hören sein. Auch Gespräche zwischen John Lennon und Paul McCartney während ihrer Studiosessions sollen zu den Aufzeichnungen gehören.

13.7.2004, div. Zeitungen und Agenturen

 

"Fünfter Beatle" Neil Aspinall gestorben

Der als "fünfter Beatle" bekannt gewordene Neil Aspinall ist gestorben. London - Der als "fünfter Beatle" bekanntgewordene Freund und Finanzmanager der britischen Superband ist tot: Neil Aspinall starb mit 66 Jahren. Das teilten die Ex-Beatles Paul McCartney und Ringo Starr sowie die Witwen von John Lennon und George Harrison in einer gemeinsamen Erklärung mit. "All seine Freunde und Verwandten werden ihn sehr vermissen, aber sie werden stets liebevolle Erinnerungen an einen großartigen Mann bewahren", heißt es in der auch von Yoko Ono und Olivia Harrison unterzeichneten Erklärung. Aspinall sei "ein loyaler Freund und enger Vertrauter" gewesen. Paul McCartney war am Osterwochenende eigens nach New York geflogen, um seinen einstigen Liverpooler Schulkameraden in der dortigen Sloan-Kettering-Krebsklinik zu besuchen, wie die Londoner Zeitung "Daily Mail" berichtete. Neil Aspinall hatte sich über Jahrzehnte als Chef von Apple Corps um die Geschäftsinteressen der Beatles und ihrer Familien gekümmert. Anfangs hatte er als Fahrer für die Band gearbeitet. Für deren ersten Auftritt unter dem Namen The Beatles in Großbritannien im Dezember 1960 hatte er die Plakate gemalt. Auch auf einigen Platten der "Pilzköpfe" ist Aspinall zu hören, meist an exotischen Instrumenten, bei der Aufnahme von "Yellow Submarine" sang er auch im Background. Beatles-Produzent George Martin, der selbst von den Medien gern "fünfter Beatle" genannt wurde, schrieb in seinen Memoiren, wenn überhaupt jemand diesen Titel verdiene, dann Aspinall.

24.3.2008, div. Zeitungen und Agenturen

 


Weitere Beatles-Webseiten:

The Official Beatles Home Page
Komplette US-Diskographie der Beatles
Beatles-Museum in Halle a.d. Saale


- Film:

Früher bin ich oft in´s Kino gegangen. Aber seit hier in Magdeburg erst die UFA, dann Flebbe und zuletzt Warner Br. das Zepter übernommen haben, ist alles nur noch auf Kommerz ausgerichtet. Von den ehemaligen Kinos hat die UFA inzwischen alle schließen lassen. Kommunale oder Programm-Kinos existieren gar nicht, so daß für anspruchsvolle Filme (bis auf gelegentliche Initiativen) nur bestimmte Fernsehsender bleiben. Leider.
Meine Lieblingsgenres: Gesellschaftskritische Filme, aktuelle oder jüngere Geschichte, gute Science-Fiction-Filme, gute Komödien und Krimis sowie Dokumentarfilme.
Meine Lieblingsregisseure(innen): Andrej Tarkowski, Francois Truffaut, Louis Malle, Rainer Werner Fassbinder, Heiner Carow, Frank Beyer, Volker Koepp, Helke Misselwitz.
Meine Lieblingsschauspieler(innen): Humphrey Bogart, Louis de Funes, Mireille Darc, Angelica Domröse, Annekatrin Bürger, Manfred Krug, Erwin Geschonnek, Jean-Louis Trintignant, Günter Schubert, Herbert Köfer.

Hier findet Ihr noch die Filme aufgelistet, die mich in letzter Zeit besonders stark beeindruckt haben:

- "Wut und Trauer" (CSSR 1969, wegen Verbots erst 1989 uraufgeführt), Hauptdarsteller: Jaroslava Tichá, Josef Somr; Regie: Zdenek Sivory.
- "Die Sonne, die uns täuscht" (GUS/Frkr. 1994), HD: Oleg Menschikow, Nikita Michalkow; R: N. Michalkow.
- "One Night Stand" (USA 1997), HD: Nastassia Kinski, Wesley Snipes; R.: Mike Figgis.


- Foto:

Mit 11 Jahren - 1962 -bekam ich zum Geburtstag meinen ersten Fotapparat geschenkt. Und wie bei fast allen Kindern meines Alters in der DDR war es eine "Pouva Start", eine einfache 6x6-Kamera, bei der man lediglich "Sonne" oder "Wolken" einstellen konnte. Diese Apparate waren nicht schlecht, allerdings wurden sie mit der Zeit immer etwas anfällig gegen unbeabsichtigten Lichteinfall. Also mußte ein paar Jahre später Ersatz her. Der war eine "Certo Phot", auch noch 6x6, aber schon etwas komfortabler, was die Einstellmöglichkeiten betraf. Die Negative aus meiner Anfangszeit existieren leider nicht mehr, aber alle Bilder sind in Fotoalben noch komplett vorhanden. Das Mittelformat 6x6 hat mich übrigens nie ganz losgelassen, auch heute habe ich noch eine "Pentacon Six" mit TTL-Prisma, benutze sie aber nur noch selten. Meistens gehe ich mit der handlicheren "Practica BX 20" auf Motivjagd. Vor kurzem habe ich mir noch eine "Canon 500" mit Zoomobjektiv 28 - 200 mm zugelegt, um flexibler zu sein. Seit Anfang der 70er Jahre habe ich mich dann auch darangewagt, Filme und Bilder selber zu entwickeln - auch Farbbilder. Zu DDR-Zeiten lohnte sich dies durchaus, denn beim Fotografen dauerte es immer ziemlich lange und außerdem war es weitaus teurer (besonders die Farbbilder), als wenn man es selbst machte. Heute lohnt es sich leider nicht mehr. Im Gegenteil: im Labor ist es heute viel billiger. Und wenn man mal einen bestimmten Bildausschnitt braucht, läßt man ein größeres Format machen und schneidet es sich zurecht. Eigentlich ist es schade, ich habe mich in der Dunkelkammer gerne kreativ betätigt. Nicht, daß ich große Preise bei Fotowettbewerben abgefaßt hätte, aber eine Handvoll Urkunden und kleine Preise waren schon darunter. Vielleicht wird es ja irgendwann noch mal was. Allerdings: Vergrößerungsgerät und das Drum und Dran habe ich inzwischen an Liebhaber für symbolische 99 DM verkauft. Dafür hat inzwischen auch das Zeitalter der Digital-Fotoapparte bei uns Einzug gehalten, nachdem die Aufnahmequalität sich ja entscheidend verbessert hat. Wenn man ein Foto schnell benötigt, z.B. für einen Artikel o.ä., ist so eine Digicam schon ganz praktisch. Auf meine Spiegelreflex lasse ich aber noch nichts kommen.

- Filmen + Video:

In den 80er Jahren, als mal wieder ein Schwung Super-8-Filmkameras aus der UdSSR importiert wurden, die auch preislich erschwinglich waren, haben wir dann "zugeschlagen" und sind unter die Filmer gegangen. Anfangs mußte man ja so gut wie alles improvisieren. Wie bei fast allen Sachen in der DDR konnte man sich die notwendige Ausrüstung ja nur im ganzen Land zusammensuchen. Die Urlaubsreisen wurden dazu genutzt, regelmäßige Berlinfahrten waren einzuplanen und Annoncen durchzusehen. Aber irgendwie hat man es mit viel Ausdauer immer geschafft. Angefangen haben wir beim Filmen mit einer"Quarz 1x8S-2" und einem ganz einfachen "Russ"-Projektor, anfangs noch mit parallel laufendem Tonbandgerät. Da das Federwerk der "Quarz" immer gerade dann abgelaufen war, wenn es interessant wurde, habe ich dann aus zweiter Hand eine "Revue CE 40" mit batteriegetriebenem Motor bekommen können. Die nehme ich zum Filmen heute noch. Der "Russ" ist später von einem "Meos Duo"-Projektor von Meopta ersetzt worden, den wir auch heute noch für alle Stummfilme benutzen, und der außerdem auch das Zeigen von Normal-8-Filmen ermöglicht. Außerdem schonen wir so etwas das "Schmuckstück", den Tonfilmprojektor"Eumig Sound 8100", den ich zusammen mit einer "Bolex"-Tonfilkamera Ende der 80er Jahre auch aus zweiter Hand ergattern konnte. Die "Bolex" ist übrigens zu haben:
Super-8-Tonfilmkamera "Bolex 5122 Sound" (Made in Switzerland) mit Tasche, Liebhaberstück mit vielen Extras: f = 6 - 72 mm, Makro-Naheinstellung, sonst 1,5 m - unendlich, 8x-Powerzoom mit versch. Geschwindigkeiten, Auf- und Abblendung, eingebauter Timer, verstellbares Okular, 18 oder 24 Bilder/sec. Einzelbildschaltung (1 - 60 sec.), Zeitlupe, Gegenlichtkorrektur, Blende automatisch oder manuell, Tonpegel automatisch oder manuell, Baujahr 1977, gut erhalten, für 100,- Euro.
(Weil viele schon gefragt haben: Dies ist keine Videokamera, sondern eine für 30 m lange Super-8-Tonfilme. Es können jedoch auch die normalen Super-8-Filme ohne Tonspur benutzt werden.)

Ich benutze zum Filmen doch die preiswerteren Stummfilme. Damit kann man die "Bolex" zwar wie gesagt auch bestücken, aber die"Revue" ist handlicher. Die fertig geschnittenen Filme lasse ich dann von einer kleinen Firma in Sachsen mit einer Tonspur versehen. Und dann werden die Filme vertont.

Mit Video hatten wir als "echte" Filmer eigentlich erst mal gar nichts am Hut. In der DDR gab es ja sowieso nichts, zumindest nicht für "Alu-Chips". Aber jetzt muß man ja der Realität ins Auge sehen: Für uns Super-8-Filmer wird es immer enger. Das Material - sofern es außer den Filmen überhaupt noch was gibt - wird immer teurer, Video dagegen immer billiger. Außerdem entwickelt sich der Filmsektor überhaupt nicht mehr weiter, die Entwicklung ist auf dem Stand der 80er Jahre stehengeblieben. Um die alten Geräte und den Geldbeutel zu schonen, sind wir notgedrungen auch auf den Videozug mit aufgesprungen. Zugute kam uns dabei allerdings dann auch, daß wir mit dem AMIGA-Computer mehr so nebenbei dann auch die Möglichkeit bekamen, Videos entsprechend zu bearbeiten, denn nichts ist bekanntlich langweiliger, als sich rohe unbearbeitete Videos anschauen zu müssen. Vor- und Abspann, Musik und Kommentar ist das wenigste, was man erwarten kann. Als besonders gut zu handhabendes Programm hat sich hier übrigens "Video Stage Pro" erwiesen, ein allerdings in englisch abgefaßtes Programm, dessen Vollversion wir mal als Beilage zu einer englischen AMIGA-Zeitschrift entdeckt haben. Damit kann man eine ganze Menge anfangen. Es ersetzt natürlich kein professionelles Video-Schnittsystem, aber für den Hausgebrauch ist es erst einmal völlig ausreichend, und wir haben damit außer unseren z.B. auch schon einige Filme für die "Magdeburger Straßenbahnfreunde" und für Katrinas Schulklasse bearbeitet und fertiggestellt. Und es ist natürlich weitaus preisgünstiger als die extrem teuren Schnittsysteme und deren Software. Hier erweist sich der AMIGA einmal mehr als die preiswerte Alternative.
Inzwischen ist die Entwicklung auch hier weit fortgeschritten. Auch bei uns haben die PCs Einzug gehalten und damit professionelle Schnittsysteme von Adobe. Der AMIGA existiert übrigens immer noch - auf dem Boden, als 600er und als 1200er. So was wirft man ja nicht weg.

Ich will hier auf der Homepage nicht noch weiter in`s Detail gehen, aber wer sich für das eine oder andere Gebiet etwas näher interessiert, für eine Frage einen Tip braucht oder auch bloß in Gedankenaustausch mit uns treten möchte, kann das gerne tun und uns einfach eine

E-Mail

schicken.

Da ich mittlerweile auch beim Fernsehen arbeite, haben wir zu Hause auf einem PC außerdem noch "Premiere" als professionelles Videoschnittsystem installiert, mit dem ich beim Sender auch arbeite.


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